Inhalte des Ethikunterrichts

In einer Gesellschaft, die sich durch eine zunehmende Pluralität der Bekenntnisse und Weltanschauungen auszeichnet, bekommt das Schulfach Ethik eine grundlegende und zentrale Bedeutung. Sein Anspruch in der Sekundarstufe ist es, bei den Lernenden vor dem Hintergrund dieser Pluralität die Fähigkeit zur ethischen Urteilsbildung und zum ethisch reflektierten Handeln im Kontext der sozialen Realität zu fördern. Dazu beschäfti-gen sich die Schülerinnen und Schüler mit folgenden Themen:

  • mein Ich und sein Verhältnis zur Welt
  • Gewissen und Verantwortung
  • Recht und Gerechtigkeit
  • Freiheit und Würde
  • unterschiedliche Wertvorstellungen, Glaubensüberzeugungen und kulturell bestimmte Lebens- und Denkweisen, Welt- und Menschenbilder
  • die Bedeutung von Regeln, insbesondere im schulischen Miteinander
Ziele des Ethikunterrichts:

Förderung der Befähigung zu Toleranz, Fairness gegenüber dem Fremden und interreligiösem und interkulturellem Dialog

Teilnahme an Wettbewerben:

Bewerbung um den Titel einer „Weltethos-Schule“, der von der von Hans Küng initiierten Tübinger Stiftung Weltethos verliehen wird

Methoden des Ethikunterrichts:

Die skizzierten Absichten unseres Ethikunterrichts werden insbesondere in der Jahrgangsstufe 5 mit kindgerechten Methoden umgesetzt: So erstellen die Schülerinnen und Schüler Vorstellungsplakate und die Zeichnung „Mein Lebenshaus“ (Vergangenheit – Gegenwart – Wünsche für die Zukunft), beschäftigen sich mit spannenden Denkaufgaben zur Goldenen Regel und Gedankenexperimenten zum Thema Lügen, thematisieren Gefühle und Konfliktsituationen in szenischem Spiel und Standbild-Stopps, recherchieren im Internet nach Vorbildern für gewissenhaftes Handeln und üben Dilemma-Diskussionen und sokratische Gespräche ein. Damit ist Ethik auch ein kreatives Fach, das den Schülerinnen und Schülern ganzheitlich Freude bereiten kann.

Dr. Martin Krieger