Begegnungswoche mit dem Collège Jean Lurçat

Unsere Begegnungswoche mit dem Collège Jean Lurçat vom 03. bis zum 08. Oktober 2022

Ein Bericht von Anissa und Maya, 8e

Wir haben uns schon lange Zeit darauf gefreut und waren sehr gespannt, wie die Fahrt mit den Schüler:innen aus Frankreich sein wird. Mitgefahren sind unsere Französischlehrerinnen, Frau Noller, Frau Fox, Frau Stock, 30 Gastschüler:innen vom Collège Jean Lurçat aus Angers und 30 Schüler:innen vom Gymnasium Nord, die Französisch als zweite Fremdsprache lernen.

Das erste gemeinsame Kennenlernen haben wir am Montag in Frankfurt bei einer Stadtrallye verbracht und zum Abschluss die Stadt vom Maintower aus gesehen. Schon am ersten Tag konnten wir Kontakte mit den französischen Schüler:innen knüpfen und diese über die ganze Woche vertiefen.

Der nächste Tag begann mit einer Führung durch das Gymnasium Nord, dem gemeinsamen Besuch des Unterrichts und einem Essen in der Mensa. Am Mittag kam der Bus und wir fuhren zusammen nach Eschwege. Bereits die Busfahrt hat viel Spaß gemacht, weil wir mit den französischen Schüler:innen geredet, Witze erzählt und gesungen haben. 

In der Jugendherberge bezogen wir unsere Zimmer. Wir wussten schon vorher, mit welchen Schüler:innen aus Angers wir in einem Zimmer sein werden. Die Zimmer waren sehr groß und schön eingerichtet – so wie die ganze Jugendherberge. Die Woche verbrachten wir mit abwechslungsreichen Sprachübungen, Spielen und Ausflügen. Besonders interessant fanden wir das Grenzmuseum Schifflersgrund, aber auch die Draisinenfahrt und die Tatsache, dass wir Eschwege selbstständig in deutsch-französischen Gruppen erkunden durften.

Im Gespräch miteinander haben wir erfahren, dass die französischen Schulen strenger sind und die Schüler:innen in Frankreich viel weniger Freizeit haben. Man darf z.B. in französischen Schulen seine Religion nicht zeigen, d.h. keine Kopftücher oder Schmuck mit religiösen Symbolen tragen.

Bei einer Sprachübung mussten wir auf Post-its unsere Zimmergegenstände auf Deutsch und Französisch aufschreiben und uns gegenseitig die Aussprache beibringen. Dadurch haben wir viele neue Wörter gelernt. Im Laufe der Woche bemerkten wir, dass es uns leichter fiel, die französische Sprache im Alltag anzuwenden.

Dies war nur möglich, weil die Fachlehrkräfte beider Schulen sich viel Mühe mit der Planung der Begegnung gegeben haben.

Gesondert wollen wir einen Dank an das Deutsch-Französische Jugendwerk aussprechen, das die Begegnung finanziell fördert.

Mehr Stimmen zur Begegnungsfahrt…

„Mir hat die Begegnungsfahrt sehr gefallen. Insbesondere gefallen hat mir die Draisinenfahrt, bei der wir einen schönen Ausblick auf die Gegend hatten und uns gleichzeitig den Franzosen annähern konnten. Das gemeinsame Teilen des Zimmers mit den Franzosen war sehr amüsant, zusätzlich konnte man sich einen kleinen Einblick in ihre Kultur und ihren Lebensstil verschaffen. Außerdem waren wir dadurch gezwungen mit ihnen zu kommunizieren, um z.B. den Schlüssel für das Zimmer zu bekommen, wodurch man seine Französischkenntnisse und seinen Wortschatz erweitern konnte. Die offene und liebe Art der Franzosen kommt dem zugute. Die Ausflüge waren ebenfalls sehr spaßig und interessant, z.B. der Ausflug ins Grenzmuseum. Das Einzige, was man kritisieren könnte, ist der geringe Zeitraum, in dem man an seinem Handy sein darf, wobei dies auch mit sich bringt, dass man mehr Zeit mit den Franzosen verbringt. Im Großen und Ganzen habe ich die Begegnungsfahrt sehr genossen.“ (Jassem, 9d) 

„Mir persönlich hat die Begegnungsfahrt sehr gut gefallen. Man hat sich sprachlich verbessert und gelernt, wie man sich auf Französisch im Alltag richtig ausdrückt. Zudem hat man neue Kontakte geknüpft und sogar Freundschaften geschlossen. Die gemeinsamen Aktivitäten und die Durchmischung der Zimmer haben für viel Kontakt außerhalb des eigenen Freundeskreises gesorgt. Ich kann die Begegnungsfahrt auf jeden Fall allen, die Spaß haben und sich auch auf sprachlicher Ebene weiterentwickeln wollen, sehr empfehlen.“ (Jakob, 9d) 

„Ich fand die Begegnungsfahrt sehr schön, da ich neue Menschen kennengelernt habe. Ich habe viel über ihre Kultur gelernt. Wir haben viele Aktivitäten gemacht und Spiele gespielt. Das Beste war, als wir in einer Gruppenarbeit einen Vlog aufgenommen haben. Das war sehr lustig. (…) Ich fand es schön, dass diese Begegnungsfahrt stattgefunden hat. Ich habe auch mein Vokabular erweitert und viele Wörter gelernt, die ich noch nicht kannte. Ich hoffe, dass noch weitere Begegnungsfahrten stattfinden können, da man so viel lernen kann. Ich bedanke mich bei den Lehrerinnen und Lehrern, die das alles ermöglich haben.“ (Adib, 9d) 

„Für mich war die Begegnungsfahrt eine positive Erfahrung mit tollen Momenten und Gelegenheiten zum kulturellen Austausch. Besonders im Bereich Musik hatte ich interessante Gespräche. So wurde mir ein französischer Rapper empfohlen. Die Kommunikation auf Französisch gab mir die Gelegenheit, Gelerntes zu vertiefen. Meine Zimmerbewohner zeichneten sich durch ihre Geselligkeit aus. So war Redouane stets kommunikativ und humorvoll, jedoch kann er mit seinem Humor Hussein nicht übertreffen. Er hat mich oft zum Lachen gebracht. Sath, welcher vor der Begegnung erst zwei Wochen Deutschunterricht hatte, hat sein Bestes versucht, allerdings hatten wir noch Schwierigkeiten bei der Kommunikation. Trotzdem ist er eine sympathischer Junge. Abschließend kann ich sagen, dass die Menschen, die man getroffen hat, die Woche einzigartig gemacht haben und es sich gelohnt hat. Daher würde ich es jedem empfehlen und ans Herz legen, teilzunehmen.“ (Sorab, 9d)