Berlin, Berlin, wir fuhren nach Berlin!
Zum inzwischen dritten Mal fuhr unser 10er-Jahrgang in die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, dieses Schuljahr gleich in der zweiten Woche nach den Sommerferien (17. – 21.8.26). Da die inhaltliche Gestaltung der Fahrt ihre Schwerpunkte auf die Fächer PoWi und Geschichte legt, wurde vor allem in diesen Bereichen viel besichtigt und gelernt. Doch Berlin bot unseren Schülerinnen und Schülern noch viel mehr, wie die folgenden Erfahrungsberichte der einzelnen Klassen eindrucksvoll zeigen:
Berlin – Freizeit und Food Spots in Berlin
Neben unserem Programm hatten wir natürlich auch Freizeit, um Berlin auf eigene Faust zu erkunden. Wir waren in kleinen Gruppen unterwegs, sind durch die Stadt gelaufen, haben uns etwas zum Essen geholt und viel geredet und gelacht. Besonders cool war es, mal ohne Lehrer unterwegs zu sein. Sich mit Freunden in Berlin zu verlaufen, gehört irgendwie auch dazu und hat für viele witzige Momente gesorgt. Auch wenn wir zwischendurch ziemlich müde waren, hatten wir sehr viel Spaß und konnten Berlin noch einmal ganz anders kennenlernen.
Dabei haben wir auch einige der aktuellen Food Spots der Stadt ausprobiert. Besonders gut gefallen haben uns Munchies, Nahs City Chicken und Zagros Döner. Bei Munchies gab es leckere Tacos und Burger, bei Nahs City Chicken verschiedene Chicken-Gerichte, Burger und Wraps. Auch der Döner bei Zagros war sehr lecker. Ein weiterer Geheimtipp war der Foodtruck Smash Lab in der Nähe unseres Hostels. Dort gab es richtig gute Smash Burger zu fairen Preisen und der Besitzer war sehr freundlich.
Auch Vapiano am Alexanderplatz war bei einigen von uns beliebt. Dort konnte man zwischen Pizza und Pasta wählen, so dass eigentlich für jede(n) etwas dabei war. Ein weiterer besonderer Ort war das Atelier22, wo wir Matcha getrunken haben. Wir probierten unter anderem Blueberry Matcha und Matcha mit Kokosnuss. Das Personal war sehr nett und gab uns sogar noch Tipps für weitere Orte und Food Spots in Berlin.
Ein ganz anderes Erlebnis war das The Sixties Diner. Das Restaurant war im Stil eines amerikanischen Diners aus den 50er- und 60er-Jahren eingerichtet, mit roten Ledersitzbänken, Jukeboxen und Pin-up-Dekoration. Durch die Atmosphäre fühlte es sich fast wie eine Zeitreise an. Auf der Speisekarte gab es unter anderem Burger, Pizza, Tacos, Pommes, Milkshakes und Sundaes. Das Essen war lecker und die besondere Einrichtung hat die Stimmung noch besser gemacht.
Insgesamt waren die Food Spots ein wichtiger Teil unserer Klassenfahrt. Wir konnten selbst entscheiden, wo wir essen wollten, und Berlin dadurch auch von seiner kulinarischen Seite kennenlernen. Außerdem waren die meisten Orte gut und schnell zu erreichen. Oft sind wir einfach mit unserem Essen zurück zum Hostel gelaufen und haben dort gemeinsam im Innenhof gegessen. So entstanden neben den vielen Sehenswürdigkeiten auch viele gemeinsame Erinnerungen, über die wir wahrscheinlich noch lange reden werden.
Klasse 10a
Klassenfahrt Berlin 2026
Unsere Klassenfahrt nach Berlin war eine abwechslungsreiche und spannende Woche, in der wir jeden Tag etwas Neues erlebt und gelernt haben. Wir besuchten das Brandenburger Tor und das Holocaust-Mahnmal. Dort hörten wir kurze Präsentationen über die Geschichte der Orte und konnten viele neue Eindrücke sammeln.
Auch im Bundestag waren wir zu Besuch und dort beschäftigten wir uns mit den drei Staatsgewalten: Legislative, Judikative und Exekutive Gewalt. Wir haben generell mehr über das politische System Deutschlands gelernt. Ein weiteres Highlight war das Humboldt Forum, von dessen Dach wir eine tolle Aussicht über Berlin hatten. Zudem besichtigten wir die Berliner Mauer und erfuhren mehr über ihre Geschichte. Außerdem besuchten wir das ehemalige Stasi-Gefängnis. Bei der Führung durch das Gefängnis haben wir erfahren, wie politische Gefangene in der DDR behandelt wurden.
Neben dem Programm hatten wir auch Freizeit und konnten Berlin selbst entdecken. Wir besuchten verschiedene Food-Spots, das KaDeWe und die Mall of Berlin. Besonders schön war der Abend, am dem wir gemeinsam Pizza bestellten, Spiele spielten und Karaoke sangen. So konnten wir die Zeit als Klasse nochmal richtig genießen.
Am letzten Tag besuchten wir die Gedenkstätte Deutscher Widerstand und nahmen an einem Workshop teil. Auch dabei konnten wir viel über die Geschichte lernen. Wir waren bei der East Side Gallery und erfuhren mehr über den Hintergrund der Bilder und Künstler.
Insgesamt war die Klassenfahrt eine tolle Mischung aus Lernen, gemeinsamen Erlebnissen und Freizeit, an die wir uns noch lange erinnern werden.
Von Safiya und Milly, 10b



Besuch der Gedenkstätte Hohenschönhausen
Am Donnerstag gingen wir zu der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen und hatten dort eine Führung. Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen war früher das zentrale Untersuchungsgefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi) der DDR in Berlin. Sie erinnert noch heute an die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft, welche dort verübt wurde.
Das Gefängnis entstand direkt nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Der sowjetische Geheimdienst richtete dort erst ein Speziallager und später ein zentrales Untersuchungsgefängnis rein. Es bestand aus einem Sammel- und Durchgangslager für vermeintliche Spione, NS-Funktionäre und politische Gegner.
Die Häftlinge dort wurden brutal gefoltert und hatten grausame Bedingungen in ihrer Zelle.
Nach den Sowjets übernahm die Stasi das Gelände und machte es zu seiner zentralen Untersuchungshaftanstalt. Im Gegensatz zu der sowjetischen Zeit wurden die Inhaftierten nicht physisch, sondern psychisch gefoltert, darunter Schlafentzug und Isolation.
Die Gedenkstätte wurde 1994, also nach der Stasi Zeit, gegründet, um an die Opfer der kommunistischen Diktatur zu erinnern. Ein wichtiger Teil der Gedenkstätte sind Führungen über das Gelände.
Zu Beginn wurde uns der Gefangenentransportwagen gezeigt, in dem die Gefangenen lange durch Berlin gefahren wurden, sodass sie ihre Orientierung verloren und nicht mehr wussten, wo sie sich befanden. In der sowjetischen Zeit herrschten im Kellergefängnis unmenschliche Bedingungen: Teilweise waren bis zu zwölf Gefangene auf engem Raum untergebracht, welche sich tagsüber nicht mal hinlegen durften. Nachdem die Stasi das Gefängnis übernommen hatte, gab es überwiegend Einzelzellen. Die Verhöre fanden meist nachts, teilweise nach 22 Uhr, statt und dienten dazu, die Gefangenen psychisch unter Druck zu setzen und zu manipulieren.
Wir hatten das Privileg von einem Zeitzeugen, Michael Brack, geführt zu werden, der im Jahr 1969, ein Jahr nach seinem „Verbrechen“, für ein Vierteljahr in Untersuchungshaft verwahrt wurde. Als Reaktion auf die Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 schrieb M. Brack gemeinsam mit einem Freund die Losung „Es lebe Dubček“ an Hauswände rund um den Bahnhof Ostkreuz. Nach seinem 18 monatigen Militärdienst als Bausoldat und nach dem Mauerfall wurde er 1989 Bürgermeister in seiner Gemeinde. Mittlerweile wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Wir waren so dankbar ihn als Zeitzeugen zu haben- da er uns eine ganz andere Perspektive gezeigt hat.
Matilda, Viktoria, Anna, Frieda, 10g
Textcollage zum Thema Freizeit und Berlin-Vibe:
Der „Berlin-Vibe“ ist für uns, dass jeder seine Fantasie ausleben kann – egal, ob es im Outfit, in der Kunst oder die Musik ist. Jeder sieht irgendwie unique aus und jeder kann so sein, wie er/sie sein möchte. Die verschiedenen Straßen und Stadtteile schreien einfach nach Berlin. Gleichzeitig waren wir aber auch überrascht, wie dreckig und chaotisch Berlin ist. Wir haben viele Drogensüchtige und Unfälle auf den Straßen gesehen.
Berlin ist einfach eine richtig große und vielfältige Stadt. Es war toll, dass wir häufig längere Pausen mit Freizeit hatten, in denen wir in großen Freundesgruppen zu unterschiedlichen Food-Spots gelaufen sind und sehr viel unterschiedliches Essen probiert haben. Das wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Nach vielem Laufen und Öffis-Fahren waren wir oft dankbar, Zeit mit unseren Freunden auf dem Zimmer im Hostel zu verbringen. Das war richtig cool und hat uns nochmal näher verbunden!
Klasse 10c
Die Berliner Unterwelten
Während unseres 5-tägigen Aufenthalts in Berlin machten wir an einem Tag eine Führung, bei der uns ein Guide einen Einblick in die Berliner Unterwelt gab und uns einzelne Geschichten von Menschen erzählte. Dabei erfuhren wir vor allem etwas über die Berliner Mauer, die Fluchttunnel und die Menschen, die durch diese Tunnel fliehen wollten.
Zu Beginn der Führung wurden wir in den ersten Ausstellungsraum geführt. Dort bekamen wir einen ersten Einblick und allgemeine Informationen über die Berliner Mauer und die Teilung Berlins in verschiedene Sektoren. Dabei wurde durch verschiedene Beispiele gezeigt, wie die Mauer das Leben der Menschen beeinflusst hat. Unter anderem wurde uns das Schicksal von Ida Siekmann vorgestellt, die eines der ersten Todesopfer der Mauer wurde. Außerdem wurden weitere Schicksale von verschiedenen Menschen thematisiert, die ihr Leben wegen der Mauer verloren haben.
Anschließend gingen wir tiefer in einen anderen Raum hinein. Dort wurde uns noch genauer erklärt, warum die Mauer das Leben so vieler Menschen veränderte. Besonders ging es um Menschen, die versuchten aus der DDR zu fliehen, weil sie zurück zu ihren Freunden und Familien im Westen wollten oder um andere Personen, die ihnen zur Flucht verholfen haben. Ein wichtiger Punkt waren dabei die Fluchttunnel. Es gab verschiedene Tunnel, die von Ost nach West führten und durch die einige fliehen wollten, aber auch Tunnel von West nach Ost, die den Leuten aus der DDR bei der Flucht helfen sollten. Uns wurde erzählt, dass einige Männer teilweise sogar sechs Tunnel gruben, nur um ihre Partnerinnen aus Ost-Berlin in den Westen zu holen. Zusätzlich konnte man Modelle der Tunnel betrachten.
Ein Großteil der Tunnel wurde in der Nähe der Bernauer Straße gebaut, weil der Grenzstreifen dort an einigen Stellen schmaler gewesen sein soll als an anderen Teilen. Da die Tunnel aber häufig von Amateuren gebaut wurden, kam es oft zu Schwierigkeiten und Fehlern. Einige Probleme waren zum Beispiel Wasserschäden, zu harte oder zu weiche Erde sowie der unauffällige Transport der gegrabenen Erde. Außerdem musste man sich auch vor Spitzeln in Acht nehmen, die Fluchtpläne verrieten. Kuriere vermittelten zudem wichtige Informationen über die geplanten Fluchttunnel an die Menschen in Ost-Berlin. Es wurde uns auch erklärt, dass die Zusammenarbeit mit Menschen im Westen eine sehr wichtige Rolle spielte. Manchmal kam es nämlich vor, dass Fluchtpläne aufflogen und Tunnel entdeckt wurden. Anfangs leistete die West- Berliner Polizei teilweise auch Unterstützung, was sich später jedoch veränderte. Am Ende durften wir uns noch zwei echte Tunnel anschauen, wobei uns erklärt wurde, wie diese Tunnel aufgebaut waren und welche Dinge man zum Beispiel beim Bauen beachten musste. Uns wurde erklärt, dass man vor allem auf Licht und eine Lüftung im Tunnel geachtet hat, weil diese wichtig waren, um den Tunnel erfolgreich zu bauen. Dabei wurde uns auch noch die Geschichte vom DDR-Grenzsoldaten Egon Schultz erzählt, der beim Auffliegen des Tunnels 57 ums Leben kam. Am Ende des Raumes konnten wir uns außerdem verschiedene Gegenstände ansehen, die von Egon Schultz handelten und sich mit seiner Geschichte beschäftigten.
Zusammenfassend war die Führung sehr interessant und spannend. Besonders gut war, dass uns nicht nur die Geschichte der Berliner Mauer erklärt wurde, sondern auch viele persönliche Geschichten beschrieben wurden. Dadurch konnte man sich viel besser vorstellen, was die Menschen damals alles erlebt haben und welche Konsequenzen auch nur die kleinsten Taten früher hatten. Die Führung hat deshalb einen besonders guten und besonderen Einblick in die Geschichte Berlins gegeben und ist weiterzuempfehlen, weil sie vor allem für Schulklassen sehr verständlich und anschaulich ist.
Klasse 10f
Bericht über unseren Matrix-Club-Besuch im Rahmen der Berlin-Fahrt
Der Matrix Club Berlin ist eine Großraumdiskothek in Berlin im Stadtteil Friedrichshain. Ein Besuch dieses Clubs stand am 18. August 2026 auf unserem abendlichen Programm.
Um 19.30 Uhr brachen wir von unserem Hostel zu Fuß auf.
Als wir den Club betraten, war noch nicht so viel los, so dass man sich die unterschiedlichen Räume – wie zum Beispiel Hip Hop oder Charts – in Ruhe anschauen konnte. Wir suchten uns in unseren Gruppen unterschiedliche Räume aus, in denen wir uns dann aufhielten, viele tanzten und waren guter Stimmung. Dies galt auch für die Lehrerinnen und Lehrer, die ebenfalls in einem Raum zusammen waren. Die Räume waren grundsätzlich dunkel, hatten aber alle bunte Lichter und eigene DJs. Die Lautstärke passte auch! Zudem gab es zwei Bars mit alkoholfreien Getränken, die jeweils ca. 3 Euro kosteten.
Nach drei Stunden waren wir aber auch froh, dass wir mit dem Bus zurückfahren durften. An diesem Abend wurde es wohl in allen Zimmern deutlich schneller leise, denn wir waren gut erschöpft!
Amelie, 10e




