Der Chefvolkswirt der KfW am Gymnasium Nord
Am 16. April 2026 durfte das Gymnasium Nord einen besonderen Gast begrüßen: Dr. Dirk Schumacher den Chefvolkswirt der KfW. Als Ökonom befasst sich Dr. Schumacher mit wirtschaftlichen Entwicklungen in Deutschland sowie weltweit. In seiner Arbeit analysiert er Konjunkturtrends, erstellt Prognosen und berät sowohl die Bank als auch politische Entscheidungsträger in komplexen wirtschaftlichen Fragen.
An diesem lehrreichen Vortrag nahmen der PoWi Leistungskurs von Herrn Moulden sowie der Grundkurs von Frau Landes teil. Ergänzt wurden die Klassen durch einzelne Lehrkräfte, darunter Frau Stegmüller und Herr Braun, die gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit nutzten, Einblicke in die Arbeit eines Volkswirtes zu gewinnen.
Im Zentrum des Vortrags stand das aktuelle Thema Inflation und deren massiver Einfluss auf die Wirtschaft. Dr. Schuhmacher erläuterte dabei insbesondere die Ziele der Europäischen Zentralbank und wie diese versucht, durch gezielte Maßnahmen eine dauerhafte Preisstabilität zu gewährleisten. Ein wesentlicher Aspekt hierbei sind die kurzfristigen und langfristigen Inflationserwartungen der Bürger einen großen Einfluss auf tatsächliche wirtschaftliche Entscheidungen haben. Zudem wurde verdeutlicht, wie externe Schocks, wie beispielsweise die Pandemie oder steigende Energiepreise, die Teuerungsrate zusätzlich antreiben können.
Im Rahmen des PoWi-LKs bei Herrn Moulden setzen wir uns im Moment im Unterricht mit zentralen wirtschaftlichen Themen auseinander, ein Themenfeld ist die Inflation und Geldpolitik in Deutschland und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft. Daher war der Vortrag von besonderem Interesse, weil er die aktuellen Herausforderungen und Mechanismen der Inflation und auch Geldpolitik detailliert beleuchtet.
Im Unterricht lernten wir schon einiges, wie dass die Inflation eine Preissteigerung, vor allem für Dienstleistungen aber auch Waren, darstellt, die zu einem Kaufkraftverlust führt und somit den Konsum beeinträchtigen kann. Ein Rückgang des Konsums kann direkte Auswirkungen haben und kann in Krisenzeiten, wie der Corona-Pandemie, Ukraine-Konflikt oder auch der Öl- Krise, zu einer erhöhten Inflation führen. Der Vortrag bestätigte dies, indem Herr Schumacher erklärte, dass die EZB, um auf diese Krisen zu reagieren, die Zinsen erhöht, was die Investitionen senkt und negativen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum und somit auf das BIP hat.
Wie im Vortrag angesprochen, beeinflussen Erwartungen auf den Finanzmärkten maßgeblich die Inflation, was wir auch in unserem Unterricht behandelt haben. Die EZB hat die Aufgabe, durch die Anpassung der Geldmenge das Wirtschaftswachstum zu fördern, also auch positiv auf die gesamte wirtschaftliche Lage und den Wirtschaftsstandort Deutschland einzuwirken. Der Vortrag hat noch einmal verdeutlicht und tiefergehend bestätigt, was wir im Unterricht gelernt haben, wie eine steigende Geldmenge zu Beginn zu niedrigeren Zinsen führt, was die Investitionen und den Konsum anregt, aber auch zu einer schnelleren Preissteigerung und folglich zu einer höheren Inflation führen kann.
Um negative Folgen der Inflation zu mildern hat der Staat, Deutschland, durch die soziale Marktwirtschaft die Möglichkeit mit regulierenden Maßnahmen einzugreifen zum Beispiel durch geldpolitische Maßnahmen der EZB wie zum Beispiel die Zinsen zu erhöhen oder aber auch zu senken.
Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, ein Gleichgewicht zwischen Inflation und dem Wirtschaftswachstum zu halten, da eine zu hohe Inflation nicht nur die Kaufkraft der Verbraucher schädigt, sondern auch Arbeitsplätze gefährden kann.
Insgesamt war der Kurs sehr zufrieden mit dem Vortrag. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, Fragen zu stellen, die Dr. Schumacher mit Geduld und Präzision beantwortete. Es war eine wertvolle Erfahrung, diese Möglichkeit zum direkten Austausch zu haben.
Besonders die Offenheit, nicht nur Fragen zum Thema, sondern auch zu weiteren Interessen zu stellen, trug dazu bei, dass die Schüler ihr politisches Denken erweitern und ein tieferes Verständnis entwickeln konnten.
Wir sind Dr. Dirk Schumacher sehr dankbar, dass er sich trotz seines stressigen Alltags die Zeit genommen hat, uns zu besuchen und diesen bereichernden Einblick zu ermöglichen.
Anna und Natalia, Q2 PoWi LK




