Der Deutsch-LK schreibt
Im Rahmen des Wettbewerbs des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen haben wir im Deutsch-Leistungskurs von Frau Landes Gedichte und Kurzgeschichten geschrieben. Viel Spaß beim Lesen!
Von: Annemarie Schechter
Kleines Mädchen
Die Kinder am Lachen, die Freude gar groß
Das kleine Kind sitzend auf Mutter ihr´m Schoß
Familien, die singen an Weihnachten Lieder -
Jedes Jahr, immer wieder und wieder
Das Strahlen der Augen, sie freuen sich sehr
Doch meine Augen – die Blicke sind leer
So laufe ich hier
Die Straßen entlang
Nur kalt ist es mir
Hier ist es mir bang
Wie gerne ich würde vorm Weihnachtsbaum sitzen
Wie gerne ich würde die Stube durchflitzen
Doch draußen im Schnee - hier ist es so kalt
Die Kälte des Winters, sein Arm nach mir krallt
Sein Arm reißt mich runter, sodass er wird blau
Drückt mein Kopf auf den Boden, die Lippen sind rau
Die Stimme bleibt weg, ich kann nun nicht mehr
Am Boden hier liegend, ich fühle mich schwer
Wie gerne ich hätte da jemand bei mir
Früher, zusammen, da gab es ein wir
Dann musste es kommen, das Auto in zwei
Ich hörte aus Ferne den schrillenden Schrei
So ging sie von dannen, hinauf von mir weg
Und lies mich hier liegen, alleine im Dreck
Die Jahre vergingen, der Schmerz viel zu groß
Wird nie mir gelingen, ich lass dich nicht los
Ich komm gleich zu dir und sehe dich wieder
Dann sing ich bald doch noch an Weihnachten Lieder
Und langsam, nun endlich die Kälte vergeh´
Komm nicht mehr hoch hier alleine im Schnee
Ich schaff´s nicht mehr auf
Mein Schmerz gleich vorbei
Ich schau nur hinauf –
Blad bin ich endlich frei
Ich sehe vom Fenster der Häuser den Schein
Der Kerzen da brennend, am Weihnachtsbaum fein
Die meinige Kerze, sie ist nur noch klein
Das Licht, das da brenned, so zart ja gar rein
Mein Leben und Tod nun bedrohend vermischt
Und nun meine Kerze ist´s die jetzt erlischt
Mama, mich wird deine Wärme umhüllen
Mein Wunsch für dies´ Weihnachten wird sich erfüllen
Von: Annemarie Schechter
Der Mann
Dunkel das Tuch, der Wind er weht,
hinter den Tannen ein kleines Häuslein steht.
Ein Rascheln und Flüstern vom Wesen im Wald,
dunkel und bitter, die Nacht, die ist kalt.
Der Bach dort hinten, er rauscht vor sich her,
irgendwie – fühl ich mich so leer.
Doch was ist das? Die Stille verschwindet,
ein komischer Schmerz plötzlich durch mich windet.
Eine Melodie erklingt vom Hause aus,
daraufhin läuft da ein Mann hinaus.
Schwarz gekleidet er gruselig lacht,
keine Ahnung wer das ist und wieso er das macht.
Heiß wird´s mir und kalt zugleich,
auf einmal werd ich ziemlich bleich.
Wer ist das nur? Was macht er da?
Ich könnte schwören, dass da vorhin noch niemand war.
Er ruft „Bleib stehen!“ also will ich rennen weg,
ich kriege einen riesen Schreck.
Doch meine Beine fühlen sich an wie Stahl,
ich bleibe stehn – hab keine Wahl.
Dann krieche ich durchs feuchte Moos,
die Tannen um mich so furchtbar groß.
„Ich sehe dich!“ hör ich´s schreien aus nicht weiter Ferne,
ich wär jetzt gern zu Hause – so gerne.
Näher und näher kommt er nun,
ich bin außer Atem, kann nichts mehr tun,
dann seh´ ich ein Stock, denk: „Den muss ich ergreifen!“,
doch spür ich nur Luft durch meine Finger pfeifen.
Zehn Meter sind es nur noch zwischen uns -
nein neun, nein acht, nein sieben,
ich frage mich: „Wo ist bloß mein Schutzengel geblieben?“
Ich schreie um Hilfe so laut ich kann -
näher und näher kommt der Mann.
Dann wache ich auf in einem Raum,
zum Glück – es war nur ein blöder Traum.
Erleichtert richte mich in dem Bette auf,
gar niemand mehr, vor dem ich lauf.
Voller Erleichterung lege ich mich wieder hin,
und freue mich, dass ich nicht mehr im Walde bin.
Nanu? Jetzt klopfts an der Tür und ein Lachen erschallt,
eine Hitzewelle durch meinen Körper wallt.
„Ich komme jetzt rein“, folgt es darauf,
und der dunkle Mann macht die Türe auf.
Von: Anonym
Heilung
Es gibt Wunden, die größer aussehen, als sie sind, und solche, die man kaum sieht und trotzdem ständig spürt. Meine war schmal, fast unscheinbar, ein sauberer Schnitt entlang der Haut. Wenn ich den Verband wechselte, hielt ich jedes Mal kurz den Atem an. Nicht aus Angst, eher aus Gewohnheit. Die Haut spannte, und ziehte leicht, was mich daran erinnerte, vorsichtig zu sein.
Ich hatte gehofft, dass sie schneller verschwinden würde. Dass ein paar Tage reichen würden, um sie zu schließen, so wie man einen Reißverschluss zuzieht. Aber Wunden ließen sich nicht überreden. Sie folgten ihrem eigenen Tempo, egal wie oft man nachsah oder wie sehr man wollte, dass sie endlich heilten.
Während ich den Verband neu anlegte, fragte ich mich, warum es mir schwer fiel, wegzusehen. Vielleicht, weil ich glaubte, Kontrolle zu haben, solange ich hinsah. Oder weil ein Teil von mir befürchtete, dass sie sich sonst einfach wieder öffnen würde. Manche Dinge, dachte ich, heilen nur dann, wenn man ihnen genug Aufmerksamkeit schenkt. Andere jedoch erst, wenn man aufhört, sie festhalten zu wollen.
Die Tage vergingen und das Verlangen nach der Wunde zu schauen ließ nach. Ich verstand langsam, dass Heilung nichts mit vergessen zu tun hatte. Sie bedeutet nicht, dass das Geschehene kleiner wurde. Sondern, dass es seinen Platz fand.
Von: Emely Neubauer
Kerzengedanken
Die sechste Kerze auf der Torte,
„endlich groß“, waren meine Worte.
Ein Tisch voller Geschenke,
gleich wie in jedem Buche,
das war, was ich denke.
Mit 6, da habe ich gelernt,
Märchen die sind wahr.
Die nächste Kerze kommt dazu,
plötzlich 7, wie im Nu.
Mit 7 war ihre Krankheit schlimm,
für uns alle lag die Welt in Scherben.
Mit 7, habe ich gelernt,
liebste Menschen können sterben.
Die nächste Kerze auf dem Kuchen,
so plötzlich, voller Macht.
Diese Kerze sagte mir, ich werde heute 8.
Mit 8, da waren plötzlich neue Leute,
Fremde, kaum noch alte Freunde.
Vertrauen gewonnen, verloren nur für Kleinigkeiten.
Streit wegen Einladungen, das waren noch Zeiten!
Mit 8, da habe ich gelernt,
nicht jede Freundschaft tut dir gut.
Mit Angst und Scham, sie wurden mehr,
kam Kerze Nummer 9 daher.
Mit 9 ist man langsam aus dem Märchen erwacht.
Dinge lieben wird so schwer,
denn über das, was dich glücklich macht,
redet man doch nun nicht mehr.
Mit 9 Jahren, da lernte ich,
Begeisterung kann peinlich sein.
Mit Kerze Nummer 10
war die erste Null zu sehn.
Mit 10 brachen Kontakte ab,
Erinnerungen verwischten nicht zu knapp.
Mit 10 Jahren lernt man noch nicht aus,
der Kompass richtet sich neu aus.
Fast wie im Sekundentakt,
kam Kerze 11 schon angelacht.
Mit 11 Jahren war Veränderung zwar da,
doch Träume und Kindheit waren immer noch klar.
Mit 11 Jahren, da lernte ich,
auch wenn man stolpert oder fällt,
es gibt Hoffnung, die dich hält.
Kerze 12, sie war rasch da,
und ich dachte, es wäre wahr,
dass diesmal alles wirklich hält,
dachte, ich wäre selbst mein eigener Held.
Doch auch dieser Vorhang fällt.
Mit 12 Jahren, ja da lernte ich,
nur vielleicht kommt Gutes in deine Sicht.
Kerze 13 war ein Sturz,
plötzlich waren die Haare kurz.
Wichtig waren plötzlich Sachen,
über die ich heute kann nur lachen.
Doch mit 13 Jahren merkte ich,
Aussehen ist nun wichtig für dich.
Kerze 14 sagte mir,
es gibt Wandel, glaube mir.
Obwohl, mit 14 war es noch nicht gut,
nichts gab mir wirklich für irgendwas Mut.
Kerze 14 lehrte mich,
ich dachte: schlimmer wird es nicht.
Kerze 15, was ein Ritt,
Verzweiflung die nach hinten tritt.
Stürme gaben langsam Ruh,
und wandten sich neuen Richtungen zu.
Mit 15 Jahren, da lernte ich,
Wege im Leben baut man sich.
Kerzen kamen, Kerzen gingen,
um Kerze 16 einzubringen:
Kleider waren schnell zu kurz
so kommt der soziale Sturz.
Nun steht Kerze 17 aus,
was kommt in diesem Jahr wohl raus?
Von: Emily Schönberger
Verschwundene Plätzchen
„Mama“ „Mamaaa, komm mal schnell her. Es fehlen schon wieder mehrere von den Plätzchen, die ich erst gestern gebacken habe.“ Es war Samstagmorgen und Kiana stand vor einem riesigen Teller voller Gebäck. Seit Beginn der Weihnachtszeit hat sie jeden Freitagabend eine neue Plätzchensorte gebacken, einmal waren es Vanillekipferl, ein anderes Mal Butterkekse. Das Backen bereitete ihr große Freude, doch aus einem ihr unerklärlichen Grund verschwand über die Nacht immer ein Teil dieser Kekse.
„Das kann nicht sein Kiki. Ich habe die Plätzchen gestern auf diesen Teller gelegt und seitdem war niemand mehr in der Küche.“ „Du kannst dich gerne selbst davon überzeugen Mama, aber hier fehlt eindeutig etwas.“ „Ja, ich kann es auch sehen, Schätzchen. Wenn dein Vater von der Arbeit kommt, werde ich ihn fragen, ob er etwas weiß. Anders kann ich mir das auch nicht erklären.“ „Okay.“ Kiana wollte sich mit dieser Antwort allerdings nicht zufriedengeben. Sie würde nicht akzeptieren, dass jemand einfach so ihr Gebäck wegstibizt. Also machte sie es sich zur Aufgabe, diesen Fall selbst zu lösen.
Als es Abend wurde machte sich Kiana wie immer bettfertig, damit ihre Eltern auch ja keinen Verdacht schöpfen würden, fing dann aber an, ihren Plan zu schmieden. Als erstes machte sie sich Gedanken darüber, wie sie dem Dieb auflauern könnte. Zunächst überlegte sie, wie sie unentdeckt bleiben könnte. Sie kam zu dem Schluss, dass der kleine Spalt zwischen dem Weihnachtsbaum und der Holztreppe sich als perfektes Versteck eignen würde. Dort konnte sie sich perfekt reinsetzen, ohne aufzufallen. Und durch die Zwischenräume der Äste hat sie einen super Blick auf die Küche und ihre Plätzchen. Doch woher sollte sie wissen, wann die Banditen erneut zuschlagen würden? Da konnte nur eins helfen: Sie musste neue Plätzchen backen!
Als Kiana fertig damit war, sich einen Plan zu überlegen, notierte sie ihn sich in ihrem neu gekauften Weihnachtsmann-Notizbuch. Danach ging sie zufrieden schlafen, mit dem Wissen, dass sie bald erfahren würde, wer ihre Plätzchen stiehlt.
Am darauffolgenden Freitag stand Kiana, mit allen möglichen Backutensilien bewaffnet, in der Küche und begann eine neue Sorte Plätzchen zu backen. Dieses Mal hatte sie sich für Spritzgebäck entschieden. Dieses Gebäck hatte sie als kleines Mädchen immer mit ihrer Oma gebacken, um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Welches Rezept könnte sich also besser eignen, als das generationen-alte Rezept ihrer Großmutter, um die Plätzchendiebe herauszulocken.
„Kiana, warum bist du denn heute so hibbelig, ist irgendetwas in der Schule passiert?“ Kiana freute sich schon die gesamte Woche darauf, wieder zu backen. Im Unterricht konnte sie kaum stillsitzen und auch das Konzentrieren fiel ihr unglaublich schwer. Andauernd stellte sie Vermutungen auf, um wen es sich bei den Dieben handeln könnte. Waren es doch ihre Eltern, welche schlafwandelten und sich einfach nicht daran erinnern konnten, die Plätzchen zu essen? Oder handelte es sich um die Nachbarskatze Rudolf, die sich nachts durch das Fenster Zugang in das Haus verschaffte? All dies erschien Kiana letztendlich doch recht unwahrscheinlich. Sie wusste ja nicht einmal, ob Katzen Plätzchen überhaupt aßen!
Von diesen Vermutungen konnte Kiana ihrer Mutter aber selbstverständlich nichts erzählen. Ihre Ermittlungen sollten schließlich geheim bleiben. Nicht, dass ihre Mutter sich noch sorgen machte. „Nein Mama, alles ist gut. Ich bin bloß so aufgeregt, weil Spritzgebäck doch meine Lieblingsplätzchensorte ist. Apropos Spritzgebäck, kommt Oma dieses Jahr an Weihnachten eigentlich wieder zu uns nach Hause?“ Schnell versuchte Kiana das Gesprächsthema zu ändern und da eignete sich nichts besser, als mit ihrer Mutter über die Weihnachtspläne zu sprechen. „Ja genau. Ich hole Oma nachmittags ab, dann gehen wir zusammen mit deinem Vater in die Kirche und im Anschluss fahren wir dann zurück nach Hause.“ „Essen wir dann abends auch wie-“ „Ja Kiki, wir werden dann am Abend auch wieder Raclette essen, genauso wie die Letzen 9 Jahre auch. Und daraufhin gibt es dann-“ „GESCHENKE!“ „Ja, Mäuschen“, erwidert Kianas Mutter schmunzelnd.
Puh, Krise abgewendet.
Jetzt konnte Kiana in Ruhe weiter Plätzchen backen und darüber nachgrübeln, wie ihr weiteres Vorgehen aussehen würde. Bald war nämlich schon Weihnachten und vorher musste sie die Plätzchen-Diebe auf frischer Tat ertappen. Sie wusste ja nicht, ob die Banditen auch nach Weihnachten noch zuschlagen würden. Außerdem würde sie nach Heiligabend auch keine Plätzchen mehr backen und könnte das Mysterium um die Kekse sonst nie lösen. Es war also Eile geboten.
Als die Plätzchen fertig gebacken waren, legte Kiana sie auf den schönsten und weihnachtlichsten Teller, den sie auftreiben konnte, und platzierte sie mitten auf den Küchentresen. Dort waren sie von überall gut sichtbar, auch aus ihrem Versteck.
Es wurde immer später und Kiana versuchte sich auf jede erdenkliche Art abzulenken, doch nichts schien zu funktionieren. Zuerst naschte sie ein paar der frisch gebackenen Kekse. Sie musste selbstverständlich eine Qualitätsprobe durchführen. Die Kekse schmeckten großartig. Kiana hatte sich mal wieder selbst übertroffen. Doch abgelenkt hatte sie das Ganze nicht wirklich. Danach entschied sie einen Weihnachtsfilm mit ihren Eltern zu schauen: „Kevin allein zuhause“. Dies war eine weitere alljährliche Weihnachtstradition, die Kiana liebte. Doch auch das Schauen ihres Lieblingsweihnachtsfilmes konnte ihre Nerven nicht beruhigen.
Nach dem Film war ihr fast übel vor Aufregung. In einer Woche war schon Weihnachten. Ihr Plan musste also aufgehen. Und das schnell!
„Ich gehe jetzt ins Bett Mama.“ „Gute Nacht, Schätzchen. Schlaf gut.“ Nachdem Kiana ihre Mutter gute Nacht gesagt hatte, ging sie in ihr Zimmer und legte sich ins Bett. Jetzt hieß es abwarten. Nach zwanzig Minuten hörte Kiana wie ihre Eltern die Treppe hochkamen und kurz darauf erklang das Geräusch der sich schließenden Tür.
Kiana verschwendete keine Zeit und machte sich direkt für ihre nächtliche Spionage-Arbeit bereit. Sie tauschte ihren Schlafanzug gegen eine schwarze Jogginghose und einen dunklen Pullover aus. So würde sie in ihrem Versteck ganz sicher nicht auffallen. Außerdem steckte sie sich ihre kleine, rosa Digitalkamera in die Tasche. So konnte sie sicherstellen, dass sie Beweise haben würde, um die Täter zu überführen. Als sie sich schlussendlich gut vorbereitet fühlte, verließ sie ihr Zimmer und schloss leise die Tür hinter sich.
Im gesamten Haus war es dunkel und still. Kiana fühlte, wie ihre Entschlossenheit langsam verschwand. Plötzlich war sie sich doch nicht mehr so sicher, ob sie als kleines Mädchen ganz alleine die Keks-Banditen überführen könnte.
Nein. Sie konnte jetzt keinen Rückzieher machen, sie musste dieses Mysterium ein für alle Mal klären.
Also nahm sie all ihren Mut zusammen und versteckte sich in der kleinen Nische. Dort wartete sie und wartete und wartete. Doch nichts schien zu passieren. Hatte Kiana sich das Verschwinden der Plätzchen doch nur eingebildet?
Doch auf einmal hörte Kiana ein Geräusch, es klang als würde jemand den Schornstein runterrutschen. Das konnte doch nicht sein, der Keks-Bandit war doch nicht etwa-. Kiana konnte ihren Augen kaum trauen: Der Weihnachtsmann stand mitten in ihrem Wohnzimmer und war gerade dabei auf den Teller mit ihren frisch gebackenen Plätzchen zuzugehen. „Bi... bist du der Weihnachtsmann? Also der allerechte Weihnachtsmann?“ Der Eindringling schreckte zurück und stolperte dabei beinahe über den Küchentresen. „Ahhhhh! Gott, hast du mich erschreckt. Ja, der bin ich. Mit Haut und Haar. Bist du diejenige, die jede Woche diese leckeren Plätzchen backt?“ Kiana konnte ihr Glück kaum fassen. Der echte Weihnachtsmann, bei ihr, Zuhause. Und er lobte auch noch ihre Kekse! „Ja, die bin ich. Was machst du bei mir zuhause?“ „Vor einigen Wochen war ich das erste Mal hier, um deinen Wunschzettel abzuholen. Und da konnte ich dem Geruch dieser wunderbaren Kekse einfach nicht widerstehen. Tut mir leid, falls ich damit verängstigt habe.“ Das war also der Grund, weshalb ihre Plätzchen ständig verschwanden. „Nein, ist schon okay. Es freut mich, dass sie dir schmecken“, antwortete sie. „Wenn du willst, machen wir einen Deal. Ich backe nächste Woche extra ein paar mehr Plätzchen für dich mit und bekomme dafür von dir ein neues Fahrrad zu Weihnachten. Abgemacht?“ „Ja, Kiana, das können wir gerne so machen.“
Von: Anonym
Wo fängt Leben an, wo es beginnt?
Die Uhr ein Feind, man lebe im hier,
Vergessen was war, was soll morgen sein?
Gedanken die man schnell verlier’
Dennoch, man fühle sich daheim.
So soll es sein, so muss es gehen.
Viele Stimmen, sein Herz war schwer,
Ein Kind, welches sei, nicht wie er,
„Sie träumt zu viel, hört nimmer mehr,”
Ein stiller Wunsch, es sei nicht schwer,
So soll es sein, so muss es gehen.
Ein grauer Nebel, düster, zog auf,
Körper, Herz und Kopf sind still,
Es schien, als stieg alles hinauf,
Ein Körper, der so nicht mehr will.
So soll es sein, so muss es gehen.
Die Welt wird fremd, ein ferner Traum,
Hände ruhig, die Blicke leer,
Gedanken finden keinen Raum,
Denken war noch nie so schwer.
So soll es sein, so muss es gehen.
Abhand der Welt, vom Wind verweht,
„Sie träume nicht, hört immer zu,”
Eine Seele, mit der Zeit hergeht,
Von außen zeige sich die Ruh’
So soll es sein, so muss es gehen.
Sei das Lob des Sterbens Wert?
Hat das Leben nun begonnen?
Dumm, der sich nicht selber lehrt,
Hat das Leben nun gewonnen?




