Förderinstrumente für Kinder und Jugendliche aus nicht-akademischen Haushalten
Kinder und Jugendliche aus Haushalten ohne Hochschulerfahrung scheitern häufig in ihrem Berufs- und Studienwunsch, weil ihre Eltern sie in ihren Überlegungen und Zielen nicht begleiten können. Fehlende Erfahrung mit den Systemen von Universitäten und Hochschulen führt häufig zu Unsicherheit und dann zum Verzicht auf eine akademische Ausbildung.
Die folgende Zusammenstellung soll Kinder, Jugendliche und ihre Eltern auf unterstützende Systeme hinweisen und darin ermutigen, mit Hilfe anerkannter Fördereinrichtungen den Wunsch einer akademischen Ausbildung in die Tat umzusetzen.
Dieses Förderwerk bereitet Schülerinnen und Schüler während der Qualifikationsphase in der Oberstufe sowohl auf Studien- wie auch auf Berufsmöglichkeiten vor. Die Stiftung ist eingebettet in die Schul- und Berufsberatung der Wöhlerschule während Q1:
„Wir ermutigen Schülerinnen und Schüler aus Familien ohne Hochschulerfahrung dazu, als erste in ihrer Familie zu studieren. 6.000 Ehrenamtliche engagierten sich bundesweit in 75 lokalen ArbeiterKind.de Gruppen, um Schülerinnen und Schüler über die Möglichkeiten eines Studiums zu informieren und sie auf ihrem Weg vom Studien Einstieg bis zum erfolgreichen Studienabschluss und Berufseinstieg zu unterstützen. Unsere Ehrenamtlichen sind größtenteils selbst Studierende oder AkademikerInnen der ersten Generation und berichten aus eigener Erfahrung über ihren Berufsaufstieg und ermutigen als persönliches Vorbild.“ >> kein Zitat von der AK-Webseite
Der „Studienkompass“ ist ein der Stiftung „Arbeiterkind“ vergleichbares Stipendienwerk. Im Unterschied zu „Arbeiterkind“ fördert der Studienkompass während der Qualifikationsphase und auch während des ersten Studienjahres: Das heißt, ab Q1 werden Schülerinnen und Schüler beraten und begleitet, ihre Interessen und Fähigkeiten zu identifizieren, eine Studien- bzw. Berufsperspektive zu entwickeln und diese Idee auch umzusetzen. Die Bewerbung erfolgt daher am Beginn der E2 und das erste Jahr nach Ende der Schulzeit, an einer Hochschule oder in Ausbildung, ist noch Teil der Begleitung.
„Studienkompass … richtet sich speziell an Jugendliche, die mit dem Gedanken spielen, als Erste in ihrer Familie ein Studium aufzunehmen. Unser Ziel ist es, dass die Geförderten einen passenden Weg für sich finden, auf dem sie ihr Potenzial ausschöpfen können. Er soll sich mit ihren Interessen decken und sie in ein erfülltes Berufsleben führen.“
>> kein Zitat von der SK-Webseite
Dieses Förderwerk richtet sich an Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, die entweder selbst zugewandert oder Kind mindestens eines zugewanderten Elternteils sind und fördert während drei Jahren deren schulische Bildung und unterstützt sie bei Berufs- bzw. Studienwahl:
„START begleitet die Jugendlichen drei Jahre lang auf ihrem Bildungsweg und vermittelt ihnen Schlüsselqualifikationen für die schulische und berufliche Laufbahn. Unser Ziel ist es, die Stipendiat*innen in ihrer persönlichen Entwicklung zu fördern, ihre Talente zu stärken und ihnen Wege zur Gestaltung ihrer Schullaufbahn und ihrer Zukunft aufzuzeigen.“
>> kein Zitat von der Start-Webseite
Wir möchten ausdrücklich ermutigen, sich für diese Förderinstrumente zu interessieren – die angegebenen Webseiten bieten hierfür einen ersten Einstieg.
Selbstverständlich stehe ich zur weiteren Beratung zur Verfügung.
Bei konkretem Beratungsbedarf wendet euch bitte an lothar.spahlinger@stadt-frankfurt.de oder sprecht mich ganz einfach an.
Dr. Lothar Spahlinger, FB II

