Nord-Slam begeistert: Wenn Wissenschaft plötzlich richtig laut wird
Nord-Slam begeistert: Wenn Wissenschaft plötzlich richtig laut wird
„Make Science loud again“ – unter diesem Motto stand am Dienstag, 17. März, unser erster Nord-Slam, und eines kann man direkt sagen: Die Wissenschaft war alles andere als leise. Unsere Schüler:innen haben die Bühne gerockt!
Das Motto war dabei bewusst gewählt als Anspielung auf Donald Trumps Slogan „Make America Great Again“. Während der mächtigste Mann der Welt oft vereinfachte Aussagen, Meinungen oder haltlose Behauptungen in den Mittelpunkt stellt, setzte unser Abend ein anderes Zeichen: Logik statt Bauchgefühl, Erkenntnisse statt Parolen, Neugier statt einfacher Antworten. Die Wissenschaft als vernunftbasierte Entscheidungsgrundlage soll in der Gesellschaft wieder lauter Gehör finden.

Doch was ist eigentlich ein Science Slam? Kurz gesagt: ein Wettbewerb, bei dem wissenschaftliche Themen in wenigen Minuten verständlich, kreativ und unterhaltsam präsentiert werden. Kein Formelwirrwarr, keine unverständlichen Fachbegriffe – stattdessen anschauliche Beispiele, Humor und die Herausforderung, auch komplexe Inhalte so zu erklären, dass wirklich alle im Publikum folgen können. Und das hat beim Nord-Slam hervorragend funktioniert.
Sieben mutige Oberstufenschülerinnen und -schüler traten auf die Bühne und zeigten, wie vielseitig und spannend Wissenschaft sein kann: Nikolas (E-Phase), Daria, Gurman, Lola (Q2) sowie Luke, Karla und Maksim (Q4). Von der Frage, ob man seinen PC ins Wasser werfen sollte, über die Untersuchung von Hollywoodphysik bis zur Erkenntnis, dass in manchen von uns ein „Mördergen“ steckt, war alles dabei.

Am Ende entschied – ganz im Sinne des Science Slams – das Publikum. Und zwar nicht mit Stimmzetteln, sondern mit Applaus. Die Gewinnerin des Abends war Karla! In ihrem Beitrag führte sie das Publikum in die faszinierende Welt von CRISPR/Cas, der sogenannten „Genschere“, ein. Sie zeigte anschaulich, welche revolutionären Möglichkeiten diese Technologie bietet – etwa in der Krebstherapie. Und als wäre das nicht schon beeindruckend genug, kombinierte sie ihre Erklärungen mit einer Reihe äußerst überzeugender Argumente in Form von… süßen Tierbaby-Fotos. Ein Konzept, das offensichtlich sowohl wissenschaftlich als auch emotional funktionierte.

Der Nord-Slam hat eindrucksvoll gezeigt, dass Wissenschaft begeistern, überraschen und sogar zum Lachen bringen kann. Oder, um es mit dem Motto des Abends zu sagen: Make Science loud again!
Dr. Alexander Hartung
PS: Liebe Schülerin, Lieber Schüler der 10.-12. Klasse: Falls Du interessiert an einem naturwissenschaftlichen Thema bist (Schulstoff oder nicht ist egal) und dir vorstellen kannst, einen großen Vortrag zu halten, dann sprich gern Alexander Hartung für weitere Details an.
PPS: Vielen Dank an Ann Siri für die tollen Fotos und an Ahmet Camuka für die toll designten Medaillen.





