Offenheit und Sensibilität im Austausch der Weltanschauungen und Religionen

Am 26.3.26 fand zum dritten Mal der Q2-Projekttag „Rassismus, Fundamentalismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit“ statt, der von der Fachgruppe Religion organisiert wurde. Der Projekttag begann in den Nebenräumen der Mensa mit einem Grußwort von Frau Stegmüller und einleitenden Ausführungen von Herrn Dr. Krieger. Danach waren die Lernenden in einzelnen Workshops tätig: Dr. Mohammed Johari, Imam der Islamischen Informations- und Serviceleistungen e. V., leitete den Workshop „Islamfeindlichkeit“, Petra Kunik, Gründungsmitglied des Egalitären Minjan der Jüdischen Gemeinde und Frankfurter Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, den Workshop „Antisemitismus“, Dr. Daniela Kalscheuer von der Katholischen Akademie Rabanus Maurus den Workshop „Demokratische Gesprächskultur“ und Dr. Martin Krieger den Workshop „Fundamentalismus“. Zudem wurden die Aktivitäten in den Workshops von den Kollegiumsmitgliedern Göcerler (Fundamentalismus), Karaer (Islamfeindlichkeit), Niedenführ (Antisemitismus) und Dr. Spahlinger (Gesprächskultur) begleitet. Abgeschlossen wurde der Projekttag von einem „Markt der Möglichkeiten“, auf dem die Lernenden vom Verlauf und den Erkenntnissen der einzelnen Workshops berichteten und weiter über deren Themen diskutierten.

Vielfach betonten die Lernenden die Notwendigkeit sensibel geführter interreligiöser und interkultureller Polyloge. Die Bereitschaft zur Offenheit und gegenseitigen Aufklärung, zur Anerkennung der Relevanz der Perspektive der anderen sei dabei die Bedingung für ein Verständnis, das nicht notwendigerweise ein Einverständnis sein muss. Ganz konkret wünschten sich viele Lernende, dass auch am Gymnasium Nord eine Örtlichkeit eingerichtet wird, an der in besonderer Weise die in unserer Schulgemeinde bestehende Pluralität der Religionen und Weltanschauungen gelebt werden kann: einen „Raum der Stille“.

Dr. Martin Krieger