Coronahilfe – Texte für Euch

Ein Anstoß zum solidarischen Handeln

 Liebe Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Nord,

ein anderes Gymnasium unserer Stadt ist nach dem Philosophen und Soziologen Theodor W. Adorno benannt. Dessen engster Arbeitspartner war sein Freund Max Horkheimer, der mit Adorno die „Frankfurter Schule“ gegründet und 1947 das aufsehenerregende Buch „Dialektik der Aufklärung“ veröffentlicht hat. Beide Denker ließ eine Frage niemals los: Wie kann man eine menschenwürdige Welt schaffen?

Wenige Jahre vor seinem Tod gab Horkheimer ein Interview, das unter dem Titel „Die Sehnsucht nach dem ganz Anderen“ berühmt wurde. In ihm wird noch einmal deutlich, dass für Horkheimer der Sinn für Gerechtigkeit, der Wille zu Unabhängigkeit und Freiheit und die Fähigkeit der Sympathie, des Mitleids die wertvollsten menschlichen Qualitäten waren. Auf der Grundlage dieser Fähigkeit der Sympathie strebte Horkheimer nun eine Solidarität an, die alle Menschen verbindet: „Ich meine die Solidarität, die sich daraus ergibt, dass die Menschen leiden müssen, dass sie sterben, dass sie endliche Wesen sind. Insofern sind wir alle eins, haben wir alle ein … menschliches Interesse daran, eine Welt zu schaffen, in der das Leben aller Menschen schöner, länger, besser, leidensfreier wird.“

Liebe Schülerinnen und Schüler, in der Zeit der Corona-Krise geht es genau um diese von Max Horkheimer betonte Solidarität, um dieses unbedingte Zusammenhalten aufgrund eines gleichen Ziels. COVID-19 konfrontiert uns mit Krankheit, Leiden und Tod. Deshalb sollten wir der Pandemie mit unserem Engagement für eine Welt begegnen, „in der das Leben aller Menschen schöner, länger, besser, leidensfreier wird“. Denken wir also jetzt in erster Linie an die Menschen, die an dieser Stelle in besonderer Weise tätig sind, vor allem an die Ärztinnen/Ärzte und Krankenpfleger(innen) in den Kliniken sowie die Wissenschaftler(innen), die nach Wegen suchen, die Krankheit einzudämmen (z. B. nach einem Impfstoff). Auch Ihr, liebe Schülerinnen und Schüler, könnt täglich solidarisch sein: Zeigt Euer Zusammenstehen dadurch, dass Ihr die derzeitigen Kontaktregeln einhaltet, zeigt Euer Zusammenhalten gerade – so merkwürdig sich das immer noch anfühlen mag – durch Abstandhalten! Seid aber auch solidarisch, indem Ihr digital und telefonisch Eure Mitschüler(innen) unterstützt, z. B. bei der Erledigung der Hausaufgaben.

Für Euch ist diese Zeit nicht leicht. Ihr müsst auf unmittelbare Begegnungen mit Freundinnen und Freunden verzichten. Ihr müsst in den Wohnungen Eure Schulaufgaben erledigen, während zeitgleich Eure Eltern dort im Homeoffice tätig sind oder jüngere Geschwister herumtoben. Auch angesichts dieser Situation sollten wir uns jetzt überlegen, wie wir uns gegenseitig gut unterstützen können. Ich wünsche Euch dazu alles Gute!

Euer

Dr. Martin Krieger

 

Das Arbeiten in der Corona-Krise

Seit eineinhalb Wochen haben wir jetzt schon die „Corona-Ferien“. Ich fange an, mich daran zu gewöhnen, nicht zur Schule zu gehen, sondern von zu Hause aus meine Schulaufgaben zu erledigen. Bei manchen Fächern ist es durch den Beginn neuer Themen schwieriger als bei anderen. Ich finde, man braucht für den Wochenplan immer ein System, um nicht durcheinander zu kommen – wie z. B. die Aufgaben in verschiedene Tage einzuteilen. Es ist wichtig, jeden Tag diszipliniert das umzusetzen, denn es sind ja keine echten Ferien.

Meine Familie und ich gehen nur raus, um morgens spazieren zu gehen, dann auch nur in den Huthpark, da man dort laufen kann, ohne den Mindestabstand zu überschreiten. Die Ausgangsbeschränkung finde ich nicht so schlimm, es ist schön, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Meine Mutter ist zurzeit auch zu Hause, da sie im Kindergarten als pädagogische Fachkraft arbeitet und dieser nun auch geschlossen ist. Mein kleiner Bruder geht ebenfalls nicht mehr in die Kita. Mein Vater ist auf Kurzarbeit umgestellt und muss jetzt nur selten in die Nachtschicht. Jetzt ist er die nächsten drei Wochen zu Hause.

Ich sehe meine Familie als Stütze. Man sollte sich in dieser schwierigen Zeit nicht mit seinen Liebsten streiten. Dies klappt gut, da wir uns ein wenig Tagesstruktur aufgebaut haben und etwas Routine in den Tag zu bekommen versuchen. Es ist aber eine schöne Zeit, da wir alle sonst sehr beschäftigt sind. Wir bleiben zu Hause, um andere und auch uns nicht zu gefährden. Man kann die Nächstenliebe so interpretieren, dass man für andere Menschen drinbleibt, um sie nicht anzustecken bzw. um solidarisch dazu beizutragen, dass sich das Virus nicht schneller verbreitet.

Schlimm finde ich die Hamsterkäufe, die viele Menschen tätigen. Die Supermärkte kommen nicht hinterher, und Leute, die z. B. Klopapier in einer normalen Menge haben wollen, kriegen nichts. Allerdings zeigen solche Hamsterkäufe, wie beeinflussbar die Menschen sind und wie eine Panik entstehen kann. Es ist aber kein soziales Verhalten.

Erstaunlich finde ich, dass Kassierer*innen erst so spät mit einem „Schutz“ vor dem Virus ausgestatten wurden. Immerhin sind sie diejenigen, die am meisten Kontakt mit Menschen haben. Ebenso sollte man sich bei den Ärzten*innen, Krankenpfleger*innen, usw. bedanken, die für unsere Gesundheit teilweise Überstunden machen und alles dafür tun, um das Gesundheitssystem am Laufenden zu halten. Ich hoffe, dass sich für die unterbezahlten Berufe dadurch in der Zukunft etwas ändert. Ich hoffe einfach, dass die Menschen sich an die Maßnahmen halten, um die Infektionsrate zu senken und damit das Gesundheitssystem nicht allzu schnell zu überlasten. Wenn jüngere Leute sagen, dass ihnen das Virus egal ist, da dieses für sie nicht tödlich ist, ist dies genauso, wie wenn Ältere sagen, dass ihnen der Klimawandel egal ist.

Es ist insgesamt eine Zeit, in der wir viel über uns lernen sollten. Wie unser Verhalten ist und was uns wirklich wichtig ist. Jetzt kommt es auf die Solidarität an. Man sollte schauen, wie man Menschen helfen kann, die diese benötigen. Ich versuche meine Eltern so gut es geht im neuen Alltag zu unterstützen oder melde mich öfters bei meiner Oma, da sie gerade allein zu Hause ist. Meine Mutter hat beispielsweise Mundschutzmasken für die Nachbarn und auch eine ältere Dame in der Nachbarschaft genäht, da diese ausverkauft sind. Jeder sollte gerade jetzt schauen, wie er wem helfen kann, auch wenn es nur eine kleine Tat ist. Nächstenliebe im Rahmen von Jesu Gebot hilft mir und auch anderen in dieser Zeit weiter. Ich finde Halt und Orientierung hauptsächlich mit und bei meiner Familie und auch dann, wenn ich sehe, dass andere Menschen gute Taten vollbringen.

Trotzdem hoffe ich, dass dieser Ausnahmezustand bald vorbei ist.

David Jurcevic (7a)

 

Gebet zur Corona-Krise

Guter Gott,

der Umgang mit der derzeitigen Situation fällt uns schwer. Einige von uns fühlen sich damit überfordert, in dieser ohnehin schon belastenden Zeit die Wochenpläne der Schule zu erledigen und zugleich vielleicht noch zuhause beim Einkaufen oder der Betreuung kleiner Geschwister zu helfen. Andere von uns empfinden Langeweile, jetzt, wo Freizeitaktivitäten ausfallen müssen. Viele vermissen ihre Freunde oder Verwandte, die nicht bei ihnen leben. Viele haben auch Ängste.

Wir bitten dich:

Für alle, die am Corona-Virus erkrankt sind, dass sie alle notwendige Hilfe bekommen können, wieder gesund werden und sich von den physischen und psychischen Folgen ihrer Erkrankung bald erholen.

Für alle, deren Angehörige mit dem Virus infiziert sind, schenke ihnen Kraft und Zuversicht.

Für alle, die am Corona-Virus gestorben sind, nimm sie auf in dein Reich und schenke ihnen Frieden.

Für alle, die sich jetzt um uns kümmern – die Verkäuferinnen und Verkäufer, die Postangestellten, die ehrenamtlichen EinkäuferInnen für Ältere und alle, die für uns arbeiten – schütze sie, dass sie gesund bleiben und unseren Dank spüren.

Für alle Angestellten in medizinischen Berufen – halte deine schützende Hand über sie, damit sie behütet und gesund bleiben und sich in diesen Tagen getragen fühlen. Kümmere dich um sie, so wie sie sich um uns kümmern.

Für alle Forscherinnen und Forscher – schenke ihnen einen Geistesblitz, damit sie schnell Medikamente und Impfungen gegen Corona entdecken, die für Menschen in allen Ländern eine Hilfe sind.

Für alle Menschen in armen Ländern, dass auch sie eine Möglichkeit finden, mit dem Corona-Virus so umzugehen, dass es ihre Existenz nicht bedroht und dass sie genug medizinische Hilfe bekommen, um nicht krank zu werden.

Für unsere Familien und Freunde, dass alle gesund bleiben und sich gegenseitig unterstützen können.

Für uns selbst – zeige uns einen Weg, wie wir gesund bleiben, mit der Situation gut umgehen und anderen helfen können.

Wir danken dir, dass wir bislang gesund geblieben sind und vertrauen dir, dass du uns weiterhin gut leitest, denn bei dir sind wir geborgen und du gibst und Hoffnung.

Guter Gott, wir vertrauen dir, bitte hilf allen Menschen auf der Welt.

Amen

Formuliert nach Gebeten der Religionskurse 6ace und 6h

Sina Oetken

 

Gedanken zu einem irischen Segenswunsch

Liebe Schülerinnen und Schüler,

Mögen wir in das Gesicht jeder guten Nachricht
und auf den Rücken jeder schlechten Nachricht schauen.
(Irischer Segenswunsch)

Dieses Zitat habe ich gestern in einem Buch gefunden. Es ist kein philosophisches Buch, sondern ein entspannender Roman und dennoch regt das Zitat zum Nachdenken an.

Was möchte uns der irische Wunsch sagen?
Auf den ersten Blick könnte man vielleicht meinen, dass wir dem Gegenüber nur gute Nachrichten wünschen. Das wäre ein netter Wunsch, aber vielleicht etwas beschönigend in diesen Tagen, die so wenig leicht sind. Zumindest könnte es meinen, dass wir unserem Mitmenschen wünschen, dass die schlechten Nachrichten sich von ihm entfernen sollen und nur noch gute Nachrichten auf ihn zukommen mögen. Gerade jetzt finde ich einen solchen Segenswunsch schön und tröstlich.

Aber dann habe ich mich gefragt: Mache ich es mir nicht zu einfach?
Das Zitat handelt nicht davon, von schlechten Nachrichten einfach wegzusehen. Im Gegenteil, es fordert auf, hinzusehen, von allen Seiten. Aber es fordert auch auf, darauf zu blicken, dass diese Nachricht irgendwann ein Ende haben wird und den Schrecken, den wir in ihrem Angesicht vielleicht gespürt haben, verlieren wird. Und es fordert dazu auf, darüber nachzudenken, wie wir dieses Ende gestalten können. Es nimmt in den Blick, was wir vielleicht dazu beitragen können, dass wir das Ende schlechter Nachrichten sehen, nicht nur für uns, sondern auch für diejenigen, denen wir gute Wünsche aussprechen möchten. Wenn wir jetzt alle hinschauen- aber nicht mit Panik, sondern mit Aufmerksamkeit und Ruhe, mit Zuversicht und Rücksichtnahme aufeinander: Vielleicht können wir uns ja gerade dann auch gegenseitig wünschen, dass wir guten Nachrichten dankbar entgegensehen können?

Ich wünsche euch, dass ihr in diesen Tagen beide Arten von Nachrichten ansehen könnt, gute und schlechte, mit der aufmerksamen Betrachtung, der Rücksichtnahme und durchdachten, nicht vorschnellen Zuversicht, die wir derzeit bei vielen von euch wahrnehmen, die mit uns ihre Gedanken teilen. Und ich wünsche euch, dass ihr für euch persönlich viele kleine gute Nachrichten entdeckt, die euch erfreuen können, in diesen Tagen. In diesem Sinne: Möget ihr in das Gesicht der guten Nachrichten und auf den Rücken der schlechten Nachrichten schauen.

Eure

Sina Maria Oetken

 

Strategien für Jugendliche mit dem Kontaktverbot umzugehen

 Keine Frage: Es ist nicht einfach – von heute auf morgen hat die Corona-Pandemie das Leben von uns allen verändert: Schulschließung, Absagen von Veranstaltungen und Kontaktverbot nehmen uns Momente und Chancen, Dinge zu erleben. Darüber hinaus fehlen die täglichen Routinen, wie Unterricht oder das Austauschen mit Freunden.

Isoliert, enttäuscht und beunruhigt – so fühlen sich einige in diesen Tagen. Aber wenn dich diese Gefühle einholen, dann sei dir sicher: Du bist nicht allein!

Und wir alle müssen jetzt Strategien finden, die uns beruhigen und das Leben erleichtern. Ein paar davon, die ich auch selbst praktiziere und die eine New Yorker Kinderpsychologin und Bestsellerautorin (Dr. Damour) vorschlägt, möchte ich gerne mit dir teilen.

  1. Angst ist eine normale und auch eine hilfreiche Reaktion, denn sie warnt uns vor Gefahren und führt dazu, dass wir Strategien ergreifen uns zu schützen. Angst hilft uns gerade dabei, Entscheidungen zu treffen, zum Beispiel die Entscheidung zu Hause zu bleiben und uns nicht mit einer Gruppe von Menschen im Park zu treffen. Mit diesen Angstgefühlen schützt du dich und auch andere. Aber lass sie nicht zur Panik werden: informiere dich, aber dosiert. Einmal täglich die Nachrichten zu checken reicht, denk‘ an andere Dinge und lenke dich ab. Lies seriöse Nachrichten wie die der Tagesschau oder des Robert-Koch-Instituts. Viele andere Meldungen sind einfach falsch oder wollen gezielt Panik machen.
  2. Lenk dich ab: In Krisenzeiten gibt es viele Dinge gegen die wir nicht viel machen können, die von uns Geduld verlangen und bei denen wir einfach abwarten müssen wie sie sich entwickeln. Aber trotzdem müssen diese Sachen nicht permanent präsent sein, denn wir können uns ablenken und das ist auch gesund und wichtig. Erledige deinen Wochenplan, schau dir einen guten Film an, lies ein spannendes Buch oder geh raus (natürlich alleine!) und mach Sport. All das bringt dir Ablenkung und positive Energie, denn zu viel Stress und bedrückende Gedanken sind schlecht fürs Immunsystem.
  3. Strukturiere deinen Tag und verliere dich nicht. Damit wir uns nicht verlieren, ist es wichtig, dass wir unserem Tag und unserem Leben eine Struktur geben, das heißt natürlich nicht dass es nicht okay ist mal einen ganzen Tag auf der Couch zu gammeln und Fernsehen zu schauen, ganz im Gegenteil: Kleine Auszeiten sind gesund und wichtig, aber eben nur dosiert. Wenn du dies Tage lang praktizierst, ist es schwierig danach wieder in den Alltag zu finden, deshalb steh‘ auf, zieh dich an und putz dir die Zähne. Raus aus dem Pyjama! Setze dir Ziele für den Tag und strukturiere ihn. Leg morgens schon ungefähr fest, was du wann erledigen willst und du wirst sehen das abendliche Gammeln bringt um so mehr Spaß, weil du erfolgreich warst, Sachen erledigt hast und dir eine Auszeit mehr als verdient hast.
  4. Auch ohne sie direkt zu treffen, solltest du mit deinen Freunden in Kontakt bleiben. Sei kreativ und finde andere Wege dich mit deinen Freunden auszutauschen, bei Instagram gibt es beispielsweise gerade viele Challenges, an denen man teilnehmen kann und Neues über sich und seine Freunde erfahren kann. Ein langes Telefonat vertreibt Zeit und ihr könnt euch in Ruhe mal über Sachen austauschen, die im Alltag untergehen.
  5. Mach‘ etwas, das du schon lange machen wolltest, aber für das dir immer die Zeit gefehlt hat: lerne eine Sprache, lies ein dickes Buch, lerne Häkeln und Nähen, räum‘ dein Zimmer auf, miste aus, mach Sport, … diese Zeit birgt auch eine Chance, nämlich dass es die Gelegenheit und die Zeit gibt sich mal auf sich selbst zu konzentrieren, etwas das im Alltag oft untergeht.
  6. Lass zu, wenn es dir mal nicht so gut geht. Natürlich ist das alles gerade auch frustrierend und enttäuschend und es wird auch Tage geben, an denen es dir nicht so leicht fällt damit umzugehen. Ignoriere diese Gefühle nicht, denn sie sind okay und völlig normal. Gefühle gehen umso schneller vorbei je mehr man sie zulässt. Also sei offen, rede mit Freunden oder deiner Familie und teile deinen Kummer.
  7. Und der letzte Tipp: Bleib freundlich, auch wenn die negativen Gefühle und der Frust manchmal groß sind. Bleib nett zu dir und zu deinen Mitmenschen, denn ein nettes Wort oder ein herzliches Lächeln können wir gerade alle gut gebrauchen.

Alexandra Gehres

 

Wie sich das Leben in Zeiten von Corona verändert

Das Coronavirus hat zurzeit die Welt fest im Griff. Es wurden mittlerweile fast 800.000 Infektionen weltweit registriert. In Europa steigen die Zahlen täglich, besonders betroffen sind Italien und Spanien. Mehr als 500 Menschen starben bereits an dem Virus in Deutschland. Das Leben ändert sich aktuell nahezu täglich. Es ist nichts mehr so, wie wir es kennen. Natürlich hat sich auch mein Leben und das meiner Familie verändert. Mit der Ausbreitung des Coronavirus nehmen immer mehr Menschen ihren Nächsten als Infektionsquelle wahr. Es ist die Frage, was das mit uns macht. Man darf niemanden mehr die Hand geben oder ihn umarmen außerhalb der Familie. Daher darf man auch nur mit der Familie rausgehen. Es besteht ein Kontaktverbot zu anderen Menschen, was sicherlich viele Leute einsam macht. Immer ist es ein Abwägen zwischen Risiko und Chance. Man sollte aber immer bedenken, dass Vertrauen zu anderen Menschen unentbehrlich ist.

Natürlich hat sich auch bei uns zuhause viel verändert. Als bekannt wurde, dass wir nicht mehr zur Schule gehen dürfen, war das schon ein komisches Gefühl. Denn so etwas gab es noch nie. Auch wenn sich bestimmt am Anfang viele Schüler gefreut haben, merkt man doch schnell, dass die Freunde und das Zusammensein fehlen. Auch ist es nicht immer einfach, den schulischen Stoff alleine zu Hause zu erledigen. Zum Glück unterstützen mich meine Eltern in dieser Hinsicht sehr. Dann ich denke, dass oft die Struktur, die man in der Schule hat, fehlt.

Nun haben auch alle Restaurants, Geschäfte und alle Museen, Schwimmbäder, Kino etc. geschlossen, das eigentliche Leben ist quasi lahmgelegt. Viele Menschen können nicht mehr zur Arbeit, was große finanzielle Verluste mit sich bringt. Zum Glück kann meine Mutter noch jeden Tag ins Büro und mein Vater macht Homeoffice, was sehr schön ist, da ich nicht den ganzen Tag alleine zu Hause sein muss. Wir haben uns in meiner Familie gut organisiert und versuchen aus der momentanen Situation das Beste zu machen, auch wenn man kaum etwas unternehmen kann.

Meine Familie gibt mir großen Halt und der Glaube an die Menschen, dass sie sich an die Vorgaben halten, so dass wir bald wieder unser normales Leben führen können.

Mein größter Wunsch ist, dass das Virus bald Geschichte ist und dass wir alle gesund bleiben. Bis dahin lautet unser Motto:

WIR BLEIBEN ZUHAUSE!!!

Vincent Hoffmann, 7e

 

Die größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg

Die weltweite Corona-Krise ist auch für uns in Deutschland die größte Herausforderung, die wir alle gemeinsam zu bewältigen haben – und zwar seit dem Zweiten Weltkrieg. Es ist eine noch nie da gewesene Situation! Durch die Globalisierung breitete sich das neuartige Virus rasend schnell aus, ohne dass die Wirkung schon ausreichend bekannt ist, weshalb es bisher weder vorbeugende Impfungen noch erprobte Therapien für Erkrankte gibt. Die Zahl der Infizierten und Toten steigt täglich beängstigend rasant.

Vor dem Hintergrund all dieser Unsicherheiten müssen sowohl die Bundesregierung als auch die Landesregierungen agieren. In der Bundesrepublik Deutschland herrschen förderale Strukturen, resultierend aus der deutschen Geschichte. Nach der Zerschlagung des Hitler-Regimes durch die Alliierten sollte es nie wieder eine Machtkonzentration in Deutschland geben, die die Errichtung einer Diktatur möglich macht. Deshalb haben die Regierungen der einzelnen Bundesländer das Recht und die Pflicht, bestimmte Politikfelder eigenständig gesetzlich zu regeln, so auch die Organisation des Gesundheitswesens. Die Bundesregierung hat also nicht die Möglichkeit, den einzelnen Bundesländern Vorschriften zu machen.

Am 18. März 2020 gab es eine Fernsehansprache der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Für mich persönlich hat diese ungewöhnliche Methode gezeigt, dass sie sich den Menschen nah fühlt. Angela Merkel hat mir vermittelt, das wir alle betroffen sind, durch alle Bevölkerungsschichten hindurch. Ich finde es wichtig, dass die Bundeskanzlerin in ihrer Rede betont hat, dass die Bundesregierung ihre politischen Entscheidungen transparent und nachvollziehbar für alle Bürger kommunizieren möchte. Mir vermittelt das in dieser unberechenbaren Zeit ein gewisses Gefühl der Sicherheit. Unwissenheit führt zu Panik, die unbedingt vermieden werden sollte.

Die Kanzlerin appellierte aber auch an gemeinsames und solidarisches Verhalten von uns allen. Damit gibt sie mir das Gefühl, dass jede/r zählt und es nicht nur allein auf die Ärzte/Ärztinnen und Pflegenden in den Krankenhäusern ankommt.

Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gab diverse Pressekonferenzen und mit Hilfe z. B. der Experten des Robert-Koch-Instituts bundesweite Handlungsempfehlungen. Gesetze erlassen kann er nicht, weil der Infektionsschutz Sache der Bundesländer und Kommunen ist. Das Bundesgesundheitsministerium koordiniert aber die Maßnahmen der einzelnen Ländern und sorgt für Kooperation und einen Erfahrungsaustausch.

Die einzelnen Bundesländer haben unterschiedliche Maßnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten ergriffen. So gab es z.B. in Bayern die ersten Schulschließungen und ein weitgehendes Kontaktverbot sehr viel früher als in Hessen. Letztendlich wurden aber die Schulen und Kitas nacheinander in allen Bundesländern geschlossen. Es gab z. B. auch unterschiedliche Regelungen zur Abnahme der Abiturprüfungen, was ich mir für die Abiturienten sehr belastend vorstelle.

Mich persönlich haben die unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen Bundesländern eher irritiert. Als Bayern seine Schulen schon geschlossen hatte und Hessen (noch) nicht, habe ich mich gefragt, ob es überhaupt noch sicher ist, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule zu fahren, wenn ein paar Kilometer weiter die Schüler/innen zu Hause bleiben sollen.
Für mich zeigt das, dass in einer solchen Situation der Föderalismus auch an seine Grenzen kommen kann. Andererseits war eine solche Situation auch noch nie da. Es konnte also keine Regelungen geben. Allerdings gibt es eine allerletzte Möglichkeit des Bundes: In Artikel 35, Absatz 3 des Grundgesetzes sind Notstandsgesetze für einen überregionalen Katastrophennotstand geregelt. Diese wurden aber noch nie angewendet, denn die Voraussetzung für eine Aktivierung wäre, dass mindestens ein Bundesland nicht mehr allein in der Lage einer wirkungsvollen Gefahrenabwehr wäre. In diesem Fall dürften Bundesgrenzschutz und Bundeswehr eingreifen und Polizeikräfte bundesweit eingesetzt werden. Aus meiner Sicht sollte – wie es ja auch bisher schon der Fall ist – dies jedoch die letzte Möglichkeit des Handelns sein, da sonst möglicherweise unnötig Panik unter der Bevölkerung entsteht.

Der Föderalismus kann aber auch ein Vorteil sein, denke ich. In Nordrhein-Westfalen gab es die ersten Infektionsfälle nach einer Karnevalsfeier im Kreis Heinsberg. Dort wurde dann das öffentliche Leben schon sehr früh weitgehend eingeschränkt. Hätte es zu diesem Zeitpunkt eine bundesweite Lösung gegeben, wäre es auch in Hessen erforderlich geworden, das öffentliche Leben einzuschränken, obwohl es (noch) gar keine infizierten Menschen gab.

Wichtig wären aus meiner Sicht bessere und koordinierte Absprachen der einzelnen Landesministerien untereinander.

Meiner Meinung nach ist aber die Informationspolitik von Bund und Ländern sehr transparent. In Deutschland haben wir – anders als z. B. in China – jederzeit über verschiedene Medien Zugang zu umfassenden Informationen. Alle Altersgruppen werden erreicht. Es gibt inzwischen verschiedene Anlaufstellen und Ansprechpartner für Fragen, Anregungen und Probleme.

Hilfsplattformen haben sich gegründet. Meine Mama und ich haben sich z. B. bei “Frankfurt hilft” eingetragen, um hier in der näheren Umgebung Menschen helfen zu können, die nicht mehr allein einkaufen oder ihr Haustier ausführen können. Am Wochenende wollen wir bei den “Streetangels” Tüten mit Lebensmitteln für die Obdachlosen im Bahnhofsviertel abgeben. Aus den Medien erfahre ich jeden Tag, dass sehr viele Menschen momentan eine sehr große Hilfsbereitschaft zeigen. Das beeindruckt mich sehr. Vielleicht können wir diese Solidarität in unseren normalen Alltag nach der Corona-Krise mitnehmen und weiter leben. Meiner Meinung nach sollte aber auch z. B. über die Gehälter in den sogenannten systemrelevanten Berufen nachgedacht werden. Zum Beispiel Kassiererinnen und Pflegepersonal verdienen wenig Geld, sind aber jetzt unsere “Retter in der Not”! Wichtig ist aus meiner Sicht auch die Wertschätzung der Arbeit aller, die unser alltägliches Leben reibungslos ermöglichen und begleiten. Auch ich merke jetzt erst, wie viel leichter es ist, Unterrichtsinhalte mit einer Lehrkraft zu besprechen als sie sich ganz allein zu Hause zu erarbeiten. Ich wünsche mir, dass wir als gesamte Gesellschaft in Zukunft solidarischer und wertschätzender leben.

Ich wünsche mir, dass auch in anderen Punkten komplett umgedacht wird, zum Beispiel beim Reisen. Jetzt ist es plötzlich möglich, dass man sich aus z. B. beruflichen Gründen nicht immer persönlich, sondern per Videokonferenz trifft. Das geht sicher nicht immer und zu jeder Gelegenheit, aber zumindest lassen sich bestimmt einige Termine auf diese Art erledigen. Und das ist auch gut für unser Klima.

Leider gibt es aber auch “schwarze Schafe” unter den Menschen. Es ist natürlich (auch für mich) schwer, das eigene Sozialleben so weit herunter zu fahren, dass man niemanden mehr persönlich trifft, nicht verreist, ins Kino, ins Theater, in den Sportverein geht. Mir fehlt all das sehr, und ich möchte sehr gern meine Freunde wieder einmal persönlich umarmen. Dennoch ist es, auch aus solidarischen Gründen, wichtig, dass wir alle uns an die Ratschläge halten. Schlimm finde ich auch, dass im Moment wenig an die Menschen in den Flüchtlingslagern an den EU-Grenzen gedacht wird, die auf engstem Raum und in schlechten hygienischen Verhältnissen leben müssen – trotz Corona-Krise. Auch darüber sollten sich die Politiker Gedanken machen!

Ich hoffe, dass wir alle die Krise gesund überstehen und uns bald wieder mit neuen Erfahrungen in der Schule sehen.

Frieda Kühn, 8a

 

Das Licht im Fenster

Das Corona-Virus ist da, jetzt. Das habe ich vor ungefähr drei Wochen realisiert. Dann kam alles Schlag auf Schlag. Die Schulen und Geschäfte wurden geschlossen, Ausgehmöglichkeiten stark eingeschränkt und das Kontaktverbot ist eingetreten. Ich finde alles sehr absurd und doch nachvollziehbar. Es gibt aber nicht nur negative Seiten an dieser Krise für mich, denn ich kann lange ausschlafen, ausgiebig frühstücken und wenn ich schnell mit meinen Aufgaben fertig bin, habe ich früher Nachmittag.

Zur Frage, wie meine Erfahrungen sind, kann ich nur eines sagen: sehr unterschiedlich. Auf der einen Seite geht es viel freundlicher zu als sonst. Die Menschen helfen sich und unterstützen sich gegenseitig. Die meisten halten sich an die neuen Regeln, denn sie haben Angst, sich zu infizieren. Auch hoffen sie, dass durch die Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen sich bald das Leben wieder normalisiert. Viele Menschen wachsen über sich hinaus.

Auf der anderen Seite hamstern die Leute Lebensmittel und Hygieneartikel. Viele Menschen bekamen Kurzarbeit und haben Sorgen um ihren Arbeitsplatz und/oder um ihr Geschäft. Der Deutsche Aktienindex ist eingebrochen und mit ihm die deutsche Wirtschaft. Bauern fehlen die Erntehilfen aus dem Ausland. Die europäische Reisefreiheit gibt es so gut wie nicht mehr, da viele Länder ihre Grenzen zu gemacht haben. Aber was das schlimmste ist: Es sterben viele Menschen aus Materialmangel.

Meine Situation ist auch unterschiedlich. Ich kann immer zu meinen Großeltern kommen, die mich seit meinen ersten Monaten begleiten und mir dementsprechend viel Halt und Orientierung geben. Meine Eltern haben jetzt viel mehr Zeit für mich, weil sie seit dieser Woche im Homeoffice arbeiten. Meine Mutter macht jetzt jeden Abend mit mir Yoga, was mir auch Halt und Orientierung bietet.

Die negative Seite ist aber, dass ich nicht zu meinen Verwandten nach Bielefeld oder ins Klettercamp mit Olivia fahren kann. Unsere USA-Reise diesen Sommer wird wohl auch nicht stattfinden, was wir alle sehr bedauern. Außerdem entfallen für mich Tennis, Tauchen und Klavierunterricht.  Was aber noch viel schlimmer ist, ist die Angst, dass meine Großeltern oder mein Onkel, der Arzt in der Uniklink  ist und sich jeden Tag um die stark Corona-Infizierten kümmert, sterben.

Mir helfen in diesen Zeiten mein abendliches Klavierspiel und das Licht im Fenster, das wir aufstellen, weil die Kirchen geschlossen sind. Es erinnert mich an Gott.

Ich weiß nicht, ob mir Jesu Gebot der Nächstenliebe hilft, aber ich finde den momentanen Umstand der Nächstenliebe sehr, sehr schön. Was Abraham betrifft, so beneide ich ihn um sein bedingungsloses Gottvertrauen. Das fehlt mir gerade, besonders wenn ich sehe, dass viele arme Menschen von den Auswirkungen betroffen sind, und sei es nur der Klassenkamerad, der nichts als sein Handy hat, um seine Aufgaben zu erledigen.

Nun hoffe ich, dass die Pandemie bald eingedämmt ist und dass nicht mehr so viele Menschen sterben.

Am meisten aber wünsche ich mir bald den normalen Alltag zurück – mit Schule, geöffneten Geschäften, Klavierunterricht, Tennis, Tauchen, Reisen und Treffen mit meinen Freunden.

Sonja Hilpert, 6g

 

Weniger Auto- und Flugverkehr, weniger Konsum, weniger Müll, weniger Fake News, weniger Egoismus, weniger Profitgier

Durch das neuartige Corona-Virus hat sich mein Leben plötzlich sehr stark verändert:

Statt morgens früh in die Schule zu gehen, nachmittags Hausaufgaben zu erledigen, zum Sport oder Klavierspielen zu gehen und am Wochenende Freunde und Verwandte zu treffen, ist nun die ganze Familie fast den ganzen Tag über zu Hause. Das ist eine große Umstellung, aber zum Glück haben wir für jeden einen Schreibtisch und ausreichend digitale Geräte, so dass jeder gut arbeiten kann.

Toll ist, dass ich lange ausschlafen kann und selbst entscheiden kann, wann ich was mache. Dank der schulischen Wochenpläne per Mail kann ich weiterlernen und jetzt sogar in meinem eigenen Lerntempo – ganz ungestört und häufig effizienter als während der Schulzeit. Ich finde es prima, dass die Lehrer/innen viele Materialien und Infos zur Verfügung stellen, alle per Mail zu erreichen sind und meine Klassenlehrerin mich schon mehrfach angerufen hat. Außerdem genieße ich es sehr, den Tag mit Klavierspielen zu beginnen, viel Zeit zu haben und nicht jeden Tag darauf achten zu müssen, dass ich für den nächsten Schultag alles vorbereitet habe. Langweilig ist mir nicht, denn ich habe mir vor der Schließung noch extra viele Bücher aus der Bücherei ausgeliehen und verbringe viel Zeit mit Nachdenken – nicht über Corona, sondern über alles andere, was mich interessiert, und vor allem schreibe ich an meinen Geschichten weiter.

Aber natürlich fehlen mir die Kontakte zu meinen Klassenkamerad/innen und Lehrer/innen ebenso wie das Zusammensein mit meinen Freundinnen und Verwandten. Ich vermisse die gemeinsamen Unternehmungen und Erlebnisse. Sehr schade ist, dass die Probenfahrt ausgefallen ist, der Girls’Day und dass auch für den Rest des Schuljahres alle Ausflüge, Feste und Fahrten gestrichen sind. Schule ist eben doch viel mehr als nur Unterrichtsinhalte, an denen wir nun zu Hause weiterarbeiten. Auch im Hinblick auf die Ferienwochen bedaure ich, dass keine Ausflüge z. B. in den ExitRoom oder in die Eissporthalle, wo ich vor einigen Wochen mit meiner Klasse viel Spaß hatte, möglich sind. Gerne hätte ich auch bei meiner Oma übernachtet und mich mit Freundinnen aus der Grundschule getroffen, die ich nicht mehr so oft sehe.

Natürlich ist es komisch, dass Nächstenliebe und Solidarität nun bedeuten, physischen Abstand zu halten, zu Hause zu bleiben und damit dazu beizutragen, dass sich das Virus weniger schnell verbreitet. Ich bin aber zuversichtlich, diese turbulenten Zeiten gut zu überstehen, denn ich konzentriere mich auf das, was möglich ist. So werde ich ersatzweise telefonieren – vielleicht auch bald skypen können -, in der Niddaaue Fahrrad fahren, und zum Glück gibt es auch ExitRoom-Varianten für zu Hause, die ich mit meiner Familie spielen kann.

Es gibt mir Halt, wenn ich sehe, dass wir in der Familie füreinander da sind, die Politiker/innen parteiübergreifend nun ganz schnell vieles auf den Weg bringen, die Krankenhäuser sich intensiv vorbereiten und gleichzeitig Schwerkranke aus Italien und Frankreich aufnehmen, die Lebensmittelversorgung weiterhin gut funktioniert, viele Menschen Hilfsangebote für Risikogruppen machen und Menschen, die ihren Beruf momentan nicht ausüben können, sehr kreativ neue Ideen entwickeln. Diese grundlegenden Werte der Mitmenschlichkeit, die im Christentum wie in anderen Religionen auch eine zentrale Rolle spielen, helfen uns angesichts des erschreckenden Ausmaßes der Pandemie nicht in Panik zu verfallen, sondern ruhig und besonnen zu handeln.

Ganz im Sinne Abrahams bin ich davon überzeugt, dass die Situation nicht hoffnungs- oder gar aussichtslos ist. Schwierige Zeiten gehen vorüber, wenn auch diesmal wohl nicht so schnell, wie anfänglich gedacht, aber ich vertraue darauf, dass es einen Weg aus der Krise gibt. Möglicherweise finden die vielen Wissenschaftler/innen, die weltweit zu dem Virus forschen, bald einen Impfstoff oder eine wirksame Medizin.

Insbesondere für ältere und gesundheitlich vorbelastete Menschen wäre dies eine gute Nachricht und auch für die vielen Länder mit einem wenig leistungsstarken Gesundheitssystem. Und ich weiß, es erscheint unmöglich, dennoch könnten egoistische Menschen, die aus dieser Situation z. B. mit der knappen Schutzkleidung ihren Profit schlagen wollen, in Krankenhäusern Desinfektionsmittel klauen oder gar einen potentiellen Impfstoff exklusiv erwerben wollen, zur Einsicht kommen, dass wir jetzt alle füreinander da sein müssen, um dieses Virus, das keine Grenzen kennt, in den Griff zu bekommen. Abraham jedenfalls hat erfahren, dass bei Gott die unglaublichsten Dinge möglich sind.

Ich freue mich sehr auf die Zeit, wenn die Einschränkungen Schritt für Schritt zurückgefahren werden und vieles, auf das wir jetzt verzichten müssen, wieder möglich ist. Und ich hoffe, dass wir die Zeit bis dahin nutzen, um zu überlegen, was man an positiven Auswirkungen in die Zeit danach übernehmen kann, z. B. mehr Ruhe, mehr Aufenthalt in der Natur, mehr Freiraum beim Lernen, mehr Zeit zum Innehalten und Nachdenken, mehr Denken an andere, mehr gemeinsame Zeit, mehr Miteinander, mehr Mut für kreative Ideen, um neue Lösungen zu finden, aber weniger Auto- und Flugverkehr, weniger Konsum, weniger Müll, weniger Fake News, weniger Egoismus und weniger Profitgier. Denn nach der Krise ist vor der Krise: Die erheblich schwerwiegendere Krise namens Klimawandel verlangt große Veränderungen im Denken, Verhalten und Handeln der gesamten Menschheit.

Rebecca Reuff, 6g

 

Orte zum Träumen

Liebe Schülerinnen und Schüler,

wir alle haben unsere Sehnsuchtsorte. An sie zu denken gibt und Kraft. Schöne Orte entspannen.
Für alle, die eine kleine Auszeit von der „Schule zuhause“ suchen hier einige schöne Orte in Bildern.

Eindrücke aus dem Botanischen Garten

 

Moorwald, Ribnitzer Großes Moor

Bodden

Ostsee