Biologie am Gymnasium Nord

Was ist die Naturwissenschaft Biologie?

Biologie ist die Wissenschaft vom Lebendigen. Dazu gehören Pflanzen, Tiere und Menschen, aber auch Pilze und Kleinlebewesen wie die Bakterien.

Was ist das Besondere am Biologieunterricht unserer Schule?

Unsere Ziele im Umgang mit dem Lebendigen sind dabei Kennen- Verstehen- Bewahren.
Wir befassen uns also neben der Artenkenntnis vor allem mit dem Verständnis der Zusammenhänge zwischen Körperbau und Fähigkeiten von Lebewesen sowie mit deren Beziehungen untereinander. So leisten wir einen Beitrag, Lebewesen unserer Natur zu bewahren. Unser Ziel ist, den Schülerinnen und Schülern die naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweise näher zu bringen. Dabei folgen wir den Vorgaben des gültigen G9-Lehrplans des Hessischen Kultusministeriums. Neben der Vermittlung von Fachwissen ist uns das Einüben des wissenschaftlichen Erkenntnisweges in frühen Jahren sehr wichtig. Diesen haben unsere Schülerinnen und Schüler bereits im Nawi-Unterricht kennengelernt und wir führen diese Arbeitsweise weiter. Deswegen versuchen wir stets beobachtbare Naturphänomene experimentell untersuchen, dokumentieren und deuten zu lassen. Bei uns steht die praktische Schülerarbeit in allen Jahrgangsstufen im Vordergrund. Dafür haben wir in unserer Sammlung zahlreichen Materialien für die Durchführung von Versuchen, Modelle zur Visualisierung und weitere Medien, die zur Gestaltung eines kompetenzorientierten Unterrichts beitragen.

Welche Themen werden im Biologieunterricht bearbeitet?

Das Themengebiet der Biologie ist sehr weit und hat viele Grenzbereiche zu weiteren spannenden Fachgebieten wie der Chemie oder Medizin. In den ersten Unterrichtsjahren befassen sich unsere Schülerinnen und Schüler vor allem mit Themen aus den Bereichen „Pflanzen“ und „Tiere“. Einen Schwerpunkt bildet dabei deren Zusammenleben in Ökosystemen und die Frage, welche Rolle wir Menschen dabei spielen. Damit wird die Umwelterziehung aus dem Fach NaWi fortgeführt. Ebenso ist das Erkennen der unterschiedlichen, aber auch ähnlichen Strukturen und Funktionen der Organismen ein weiteres Ziel. So können unsere Schülerinnen und Schüler die Klassifizierungen innerhalb der Arten besser nachvollziehen. Auch werden sie befähigt mit Hilfe von Bestimmungsschlüsseln, Arten wissenschaftlich zu bestimmen. Ferner erhalten unsere Schülerinne und Schüler Einblicke in den Bereich der Evolution.

Ein weiterer wichtiger Themenschwerpunkt in den ersten Lernjahren ist der Mensch. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler den Zusammenhang zwischen der Struktur ihres Körpers und dessen (gesunder) Funktion besser kennen. Dazu gehören auch Gesundheits- und Sexualerziehung. Im Bereich der Cytologie erfahren unsere Schülerinnen und Schüler den Zellaufbau nicht nur durch das Mikroskop, sondern auch durch den eigenständigen Modellbau. Durch Schülerversuche ermitteln sie die Funktionen der Zellorganellen und erarbeiten sich so die Grundelemente der Photosynthese und Zellatmung, an die im Oberstufenunterricht direkt angeknüpft wird.

In späteren Lernjahren werden Themen im Vordergrund stehen, die auch die Grundkenntnisse aus anderen Naturwissenschaften erfordern: Die Funktion der Hormone, die Reizverarbeitung in Sinnesorganen und Gehirn und die Genetik. Auch wird das Themengebiet „Blut und Immunsystem“ in der Mittelstufe behandelt. In der Jahrgangsstufe 8 gibt es keinen Biologieunterricht und in den Jahrgangsstufen 9 und 10 wird Biologie epochal unterrichtet. Das bilinguale Profil erhält in der 10. Jahrgangsstufe den Biologieunterricht in englischer Sprache. Die Themengebiete aus dem Unterricht der Sekundarstufe I bereiten gut auf den Oberstufenunterricht vor: Ökologie, Neurologie, Molekularbiologie und Genetik, Enzymatik und Cytologie.

Welche Methoden sind im Biologieunterricht etwas Besonderes?

Im Biologieunterricht gefallen den Schülerinnen und Schülern besonders die Experimente. Diese führen wir auf der Grundlage des wissenschaftlichen Erkenntnisweges durch, um unsere Schülerinnen und Schüler so auf die spätere Arbeit in der Universität und in der Forschung vorzubereiten. Es wird mikroskopiert und gezeichnet, um so die Strukturen sehen und erfahren zu können. Lebewesen werden in ihrem Habitat beobachtet oder z.B. in Form von Laubstreu mit in den Fachraum genommen, um diese über einen längeren Zeitraum betrachten zu können. Auch einfache chemische Untersuchungen z.B. von Lebensmitteln werden durchgeführt. Beliebt sind ebenfalls Schulstunden auf dem Schulhof oder in angrenzenden Grünflächen, wo im Rahmen des Biologieunterrichtes Lebewesen bestimmt und beobachtet werden können. Typisch für Biologie ist zudem die Arbeit mit unseren vielfältigen anschaulichen Modellen, die es ermöglichen, die Organe des Menschen zu betrachten oder kleine Dinge im XXL-Format zu sehen. Auch werden eigenständig Modelle erstellt, um durch die Schülervorstellungen die wissenschaftliche Struktur und Funktion zu erarbeiten.

Selbstverständlich arbeiten wir aber auch mit Texten und Bildern, analysieren Grafiken, halten Referate und erstellen Arten-Steckbriefe.

Neben dem regulären, zweistündigen Unterricht in den Fachräumen werden biologische Inhalte auch an außerschulischen Lernorten vermittelt. Dazu zählen Besuche im botanischen Garten, Zoo, dem Senckenberg Museum und der Experiminta. Auch arbeiten wir mit den Schülerlaboren der Goethe-Universität gern zusammen und laden Experten in unseren Fachunterricht ein. Des Weiteren ergänzen Vorlesungen der Kinderuni unseren Unterricht und wecken großes Interesse am Fach Biologie bei den Schülerinnen und Schülern.

In den Ganztagsangeboten im Bereich der Naturwissenschaften werden einige Themen aus dem Biologieunterricht vertieft wie „gesunde Ernährung“, „Ökologie“, „Verhaltensbiologie“ und die „Cytologie“.

Auf Dich im Biologieunterricht freuen sich

Katharina Krauskopf, Sina Maria Oetken, Sandra Schultz-Fademrecht und Maximilian Gerny