Venedig – Kunst, Kanäle und ein bisschen zu viel Bus 

Nach einer ziemlich langen Fahrt kamen wir am Montag endlich in Venedig an. Viel vom ersten Tag blieb allerdings nicht mehr übrig. Hätte man die Fahrt vielleicht etwas anders planen können, damit wir mehr vom ersten Tag haben? Vielleicht. Hat uns das davon abgehalten, trotzdem Spaß zu haben? Definitiv nicht.

Am nächsten Tag erwartete uns ein ziemlich interessantes Programm. Wir besuchten nämlich La Biennale di Venezia. Statt einfach nur durch Venedig zu laufen, ging es durch die verschiedenen Pavillons und Ausstellungen. Viele kleine Häuser, verschiedene Länder und jede Menge Kunst. Gretha fand die Biennale jedenfalls einfach „cool“.

Ein Problem zog sich allerdings durch fast die gesamte Fahrt: Laufen. Sehr viel Laufen. Daphne und Johanna fanden zwar, dass die Fahrt insgesamt gut organisiert war und die Ausflüge schön waren, realisierten aber schnell, dass man dabei ganz schön viele Kilometer zu Fuß zurücklegen musste. Wobei man in Venedig natürlich auch irgendwie schlecht mit dem Bus bis direkt vor die Sehenswürdigkeit fahren kann. Umso besser war es, wenn wir den öffentlichen Bootsverkehr nutzen konnten. 

Ein absolutes Highlight war für viele Verona. Bei einer interessanten Führung konnten wir die Stadt und ihre Geschichte kennenlernen, bevor wir anschließend noch selbst losziehen konnten. Auch Oumaima und Jennifer nannten Verona als eines ihrer persönlichen Highlights.

Die Bootsfahrten die wir hatten waren definitiv eines der Dinge, über die nach der Fahrt besonders viel gesprochen wurde. Für unseren Ausflug nach Murano und Burano ging es auch übers Wasser und damit war zumindest für eine Weile Schluss mit Busfahren. Ein kleiner Sieg für die gesamte Gruppe.

Besonders Burano konnte punkten. Die bunte Insel mit ihren farbenfrohen Häusern und der besonderen Atmosphäre war für Johanna eines der schönsten Erlebnisse der gesamten Fahrt. Auch dass wir so viel Freizeit hatten kam gut an: Wir hatten Zeit, die Inseln und Venedig selbstständig zu erkunden, gemeinsam etwas zu unternehmen und die Stadt somit zu genießen. 

Daphne hob dabei vor allem Venedig selbst hervor. Besonders die vielen Kanäle und die typische Atmosphäre der Stadt haben ihr gefallen. Zwischen kleinen Gassen, Brücken und Kanälen hatte Venedig schon eine ziemlich besondere Atmosphäre.

Natürlich gab es auch Dinge, die nicht unbedingt auf der Highlight-Liste landeten. Die größte Konkurrenz zur eigentlichen Kursfahrt war eindeutig die Busfahrt. Sowohl Oumaima und Jennifer als auch Amelie, Mina, Yanis und Mayra fanden die langen Fahrten eher anstrengend. Bei Amelie, Mina, Yanis und Mayra war die Meinung dazu besonders eindeutig: Alles, was mit dem Bus zu tun hatte, gehörte für sie eher zu den weniger schönen Teilen der Fahrt.

Auch Mestre, die Gegend in der unser Hostel sich befindet, kam bei einigen nicht besonders gut an. Die Gegend wurde teilweise als etwas unangenehm empfunden, und auch das Hostel konnte nicht unbedingt alle überzeugen. Einige beschrieben es als etwas heruntergekommen oder, um es mit den Worten der Gruppe zu sagen: „ein bisschen ranzig“.

Trotzdem gab es an der eigentlichen Kursfahrt laut Daphne und Johanna wenig auszusetzen. Im Gegenteil: Insgesamt wurde die Fahrt als gut organisiert wahrgenommen und vor allem die Ausflüge, die Freizeit und die gemeinsame Zeit kamen gut an.

Und vielleicht ist genau das auch das beste Fazit: Trotz langer Fahrt, müder Füße, etwas fragwürdiger Hotel-Vibes und gefühlt unendlich vielen Buskilometern hatten wir eine richtig gute Zeit. Wir haben Kunst gesehen, neue Städte kennengelernt, sind mit dem Boot gefahren, hatten viel Freizeit und vor allem jede Menge Zeit miteinander.

Siham, Alesja & Nour (Q3)