Was können wir zum interreligiösen Dialog beitragen?
Eine Doppelstunde mit einer bekannten Pfarrerin, einer Autorin und Trägerin des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime? Mit den Abrahamischen Teams geht das!

Am 20.04. besuchten Petra Kunik, Ilona Clemens und Abdi El Jazidi den Kurs 7ag Religion des Gymnasiums Nord. Wie der interreligiöse Dialog möglich sei, war die Frage des Tages, der im Zeichen der Vielfalt stand.
Nach einer kurzen Vorstellung des Konzepts wurde von den jugendlichen erarbeitet, warum es wichtig ist, dass Abrahamische Teams Schulen besuchen.
Einige Äußerungen dazu:
Wir finden es gut, weil es wichtig ist, andere Religionen kennenzulernen wie z.B. durch das Abrahamische Team. Es ist wichtig, dass die Abrahamischen Teams an die Schule kommen, da wir dadurch lernen, dass wir trotz anderen Religionen zusammenhalten können und dies uns nicht behindern muss. Wir finden es auch wichtig, da man so besser verstehen kann, dass die drei Religionen gar nicht so unterschiedlich sind. Es ist gut für neue Erfahrungen, das Verständnis der verschiedenen Religionen und verschiedene Perspektiven. Das ist wichtig, da wir dadurch mehr über die Religionen erfahren und deren Zusammenhang verstehen. Außerdem sollten wir auch die anderen Religionen akzeptieren. Ja, es ist auch wichtig, damit Leute keine falschen Informationen über manche Religionen bekommen und offen Fragen an die Vertreter der jeweiligen Religion stellen können. Es ist auch gut, damit die Schüler keinen schlechten Eindruck von den Religionen bekommen, ohne sie zu kennen, deswegen ja, weil heutzutage viel zu schnell verurteilt wird. Wir finden es auch gut, dass das gemacht wird, weil es wichtig ist, dass die verschiedenen Religionen weitergegeben werden, damit keine Kriege mehr deswegen entstehen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung befragten die Lernenden die ReferentInnen zu ihrer Verbindung mit ihrer Religion und ihren Wegen im interreligiösen Dialog: Wurden sie in die Religion hineingeboren oder sind sie später hinzugekommen? Was bewegte sie, sich im interreligiösen Dialog zu engagieren? Was an diesem Engagement ist schön, was auch schwierig? Wie gehen sie mit Konflikten um, die sich aus den Positionen der verschiedenen Religionen ergeben können? Seit wann kennen sich eigentlich die Vortragenden und woher? Es stellte sich heraus, dass Dialogarbeit zu vertieften Beziehungen beitragen kann, die von Respekt, Verständnis und eventuell sogar Freundschaft geprägt sind, ganz ohne, dass eine Person dazu Kompromisse hinsichtlich ihrer Glaubensüberzeugung eingehen müsste.
Aber was können die Jugendlichen selbst zum interreligiösen Dialog beitragen? Hierzu entwickelten sie final Ideen und gestalteten gemeinschaftlich ein Plakat.
Besonders schön zu beobachten war es, wie die Jugendlichen auch untereinander zu den Fragestellungen ins Gespräch kamen und dabei Ergebnisse erzielten, die die Aussagen der Referierenden für ihr Leben aufgriffen und nutzbar machten.

Einige Jugendliche urteilten in ihrem Feedback am Ende der Doppelstunde:
Wir fanden den Workshop sehr cool und interessant, weil wir nochmal aus allen drei Sichten uns die Meinungen anhören konnten.
Ihr könntet noch mehr Fragen stellen, sodass die Kinder mehr einbezogen werden und dafür etwas weniger erzählen (> etwas interaktiver).
Wir finden, dass ihr das super gemacht habt und wir konnten Sachen dazu lernen. Außerdem fanden wir es schön, dass wir so eine Kombination mal sehen und deren Meinung hören konnten (also ob es Unterschiede gibt).
Wir finden, dass sie das öfter machen sollten, damit in Zukunft mehr Menschen sich für den Dialog einsetzen und dass dadurch auch die zukünftigen Generationen davon erfahren (damit es für immer selbstverständlich bleibt, dass verschiedene Religionen zusammenarbeiten können).
Wir fanden die Stunde sehr gut, weil wir viel gelernt haben. Außerdem hatten wir viel Spaß!
Für diese tolle Stunde danken wir den Referierenden ebenso herzlich wie dem Abrahamischen Forum, das diesen Besuch ermöglicht hat.




