Wie wichtig ist korrekte Rechtschreibung im digitalen Zeitalter?
Eine Stellungnahme
Mit dem stetigen Wandel der digitalen Welt und dem zunehmenden Brauch von KI verschlechtert sich die Rechtschreibefähigkeit von Kindern und Erwachsenen drastisch. Durch neue Funktionen auf dem Handy oder die automatische Korrektur eines Textes, wenn dieser in eine KI eingegeben wird, argumentieren viele, dass die Rechtschreibung immer unwichtiger wird. Doch da die Rechtschreibung auch das Leseverständnis und die Sprechweise prägt, bin ich anderer Meinung. Auch im Podcast vom Deutschlandfunk: “Sprachwandel und Sprachzerfall” werden beide Positionen beleuchtet.
Laut Brumalo, Sprecher im Deutschlandfunk formt sich der größte Teil der Sprachkompetenz im Kindesalter. Kinder brauchen deswegen in ihrer Kindheit Sprachvorbilder in der Schule, im Kindergarten und auch zu Hause. Kinder, deren Eltern ihnen oft vorgelesen oder Prinzipien erklärt haben, zeigen in Studien eine deutlich höhere Kompetenz in der Rechtschreibung.
Aber nicht nur Personen seien ein gravierender Faktor, sondern auch Zeitungen, Magazine und Bücher dienen auch als Vorbildfunktion, die von Kindern als auch von Erwachsenen täglich benutzt werden. Durch diese Texte verbessert sich unsere Grammatik, da das Gehirn die Regeln unbewusst aufnimmt und abspeichert. Finden sich immer mehr Fehler in diesen Texten, speichert sich unser Gehirn die falsche Grammatik ab. Dies kann sich dann im späteren Alter in Bewerbungen oder anderen Texten wiederfinden, wo die Rechtschreibung eine besonders große Rolle spielt. Für viele ist schlechte Grammatik in der Bewerbung ein Grund zur Absage.
Das stärkste Argument für die Mehrheit ist die Nutzung von KI oder anderen Tools. Doch KI ist nur nützlich, wenn die Grundkenntnisse der Rechtschreibung bereits bestehen. Ohne nachzudenken kann die KI nicht behilflich sein, da sie oftmals Fehler macht, die ohne Rechtschreibkenntnisse einfach übertragen und im Gehirn abgespeichert werden. Einige Studien zeigen, dass KI-Tools wie zum Beispiel ChatGPT teilweise eine hohe Fehlerquote aufweisen.
Insgesamt zeigt sich also, dass Rechtschreibung trotz der digitalen Entwicklung nicht an Relevanz verlieren sollte, da nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene konstant dazulernen. Das Erlernen von korrekter Rechtschreibung ist trotz digitaler Hilfsmittel nicht zu ersetzen, da durch diese unsere Sprachentwicklung geprägt wird.
Laura, 11DL




