Wissenschaftstag Q1
Am Mittwoch, den 28. Januar 2026, durften wir, die Q1 des Gymnasiums Nord, an einem Wissenschaftstag des Projekts „Brückenschlagen – Wissenschaft in die Schulen!“ der Goethe-Universität Frankfurt teilnehmen. Nach einem spannenden Einstiegsvortrag von Prof. Dr. Theo Dingermann zum Thema „Amy Winehouse – Wenn Alkohol zum tödlichen Problem wird“ hatten wir die Möglichkeit, in verschiedenen Gruppen Vorträge zu drei weiteren Themen zu hören.
Wir bestehen alle aus Sternenstaub – Dies erklärte uns der Privatdozent Dr. Markus Röllig in seinem Vortrag ,,Von Sternenstaub zu neuen Welten‘‘. Anhand spannender Teleskopaufnahmen und astrophysikalischer Beweise konnten wir nachvollziehen, wie Sterne entstehen und wie letztendlich unser Universum geformt wird. Seine Faszination zu Themen wie dem James-Web-Weltraumteleskop, den verschiedenen Planeten, Kernfusionen und der Geburt von Sternen war ansteckend.
Bei Rainer Gläsel durften wir uns einen Vortrag über Charles Darwins Theorie anhören. Er erklärte uns, dass der nächste Verwandte zum Menschen der Schimpanse ist (98% genetische Übereinstimmung). Er stellte uns zwei Theorien vor. Einmal die Theorie von Lamarck, die besagt, dass sich Lebewesen aktiv und zielgerichtet an ihre Umwelt anpassen. Durch Gebrauch oder Nichtgebrauch von Organen im Laufe des Lebens eines Individuums werden diese erworbenen Eigenschaften vererbt. Im Gegensatz dazu hatte Charles Darwin eine andere Theorie, die diese Ähnlichkeit erklären. Darwins Theorie, die sich durchsetzte, beruht auf der erblichen Variation innerhalb von Populationen und der natürliche Selektion. Nach Darwin entstehen Unterschiede zufällig und die Umwelt ,,wählt‘‘ diejenigen Individuen aus, deren erbliche Merkmale einen Überlebens- und Fortpflanzungsvorteil bieten (,,survival of the fittest‘‘).
Im Vortrag „Zeitmessung im Gehirn – Von der inneren Uhr bis zum ‚social‘ Jetlag“ erklärte Professor Dr. Jörg Stehle, wie präzise und exakt unsere innere Uhr arbeitet und dass sie bei allen Lebewesen evolutionär verankert ist. Er zeigte, dass Schlafdauer und der Chronotyp genetisch bestimmt sind und jeder Mensch eine eigene individuelle innere Uhr hat.
Besonders spannend war das Phänomen des „social“ Jetlags, der entsteht, wenn soziale Anforderungen nicht zur inneren Uhr passen. Außerdem erklärte er, wie Licht, Hormone wie Melatonin und der richtige Zeitpunkt beim Lernen unsere Leistung, Stimmung und Gesundheit beeinflussen. Dieser Vortrag zeigt uns, dass es komplett normal ist, wenn man ab und zu morgens übermüdet im Unterricht sitzt. Jeder einzelne von uns hat eine eigene innere Uhr, die genetisch festgelegt ist und diese bestimmt, wann wir fit oder erschöpft sind.
Wir bedanken uns herzlich bei Prof. Dr. Theo Dingermann, Prof. Dr. Jörg Stehle, PD Dr. Markus Röllig und Rainer Gläsel dafür, dass sie sich die Zeit genommen haben, uns über Themen zu informieren, die sie seit vielen Jahren erforschen. Durch ihre Vorträge durften wir spannende Einblicke in verschiedene wissenschaftliche Fragestellungen und Themen gewinnen, und der ein oder andere wurde dabei vielleicht sogar inspiriert.
Außerdem möchten wir uns herzlich beim Herrn Kohlenberger für die Organisation des Wissenschaftstages bedanken. Ohne sein Engagement wäre dieser Tag nicht zustande gekommen.
Siham B., Lisa-Marie B., Daphne F., Eliana A., Katharina D., Elhana D., Mayra E., Oumaima E.




